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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Notstrom für den Ernstfall


Das Land hat nun alle Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein mit leistungsstarken Notstrom-Aggregaten ausgestattet. Zwei Netzersatzanlagen reichen beispielsweise bereits aus, um ein Kreiskrankenhaus zu versorgen.

Letzte Aktualisierung: 13.12.2023

Dr. Ellen Schulte-Klausch übergibt einen symbolischen Schlüssel an die Vertreter der Kreise.
Dr. Ellen Schulte-Klausch übergab die Anlagen in Vertretung für den erkrankten Innenstaatssekretär Jörg Sibbel, hier an den Kreis Nordfriesland.

Das Land Schleswig-Holstein hatte vor drei Jahren damit begonnen, alle Kreise und Kreisfreien Städte mit besonders leistungsstarken Notstrom-Aggregaten, sogenannten Netzersatzanlagen, auszustatten, um für einen möglichen länger anhaltenden flächendeckenden Stromausfall gewappnet zu sein. Die letzten fünf dieser Anlagen hat die für Bevölkerungsschutz zuständige Referatsleiterin im Innenministerium, Dr. Ellen Schulte-Klausch nun bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreises Plön in Preetz an die Kreise und Kreisfreien Städte übergeben.

Vorsorge für kritische Infrastruktur

Die Ausrüstung der Kreise und kreisfreien Städte mit den leistungsstarken Netzersatzanlagen ist Teil einer umfassenden Stärkung des Katastrophenschutzes, die die Landesregierung schon vor Jahren begonnen hat. "Der Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein ist insbesondere für die Landesregierung ein unverzichtbarer Teil staatlicher Daseinsvorsorge. Mit der neuen Ausstattung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung unserer und ihrer Leistungsfähigkeit", betonte Schulte-Klausch. "Zusätzlich haben wir bereits alle Kreise und Kreisfreien Städte mit jeweils zwei Notstromaggregaten ausgerüstet, um im Ernstfall Tankstellen betreiben zu können, die dann die Einsatzkräfte mit Treibstoff versorgen können."

Jede der Netzersatzanlagen kostet etwa 330.000 Euro und erzeugt bis zu 250 Kilowatt (kw) Strom. Ein großer Vorteil ist, dass die Anlagen miteinander gekoppelt werden können und so noch leistungsfähiger werden. Zwei dieser Anlagen reichen beispielsweise bereits aus, um ein Kreiskrankenhaus zu versorgen. Die Aggregate erzeugen allerdings nicht nur Strom. Sie können auch auf Einsatzstellen die Einspeisung in die Netze der Netzbetreiber vornehmen. Rund fünf Millionen Euro hat das Land in die Ausstattung investiert.

Ausbau der Medizinischen Task Force

Dr. Ellen Schulte-Klausch übergibt die Fahrzeuge an die Kreise
Auch in Schleswig-Holstein erhalten Katastrophenschutz-Organisationen die Krankentransportwagen und nehmen Aufgaben im Zivilschutz wahr.

Neben den Netzersatzanlagen wurden auch sechs Krankentransportwagen übergeben, die der Bund finanziert hat. Die Wagen gehören zum Konzept der Medizinischen Task Force des Bundes. Sie ermöglicht unter anderem den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes sowie den Transport einer Vielzahl von Verletzten. Die Medizinische Task Force des Bundes kommt im Zivilschutz sowie in der Bundesland-übergreifenden Katastrophenhilfe zum Einsatz.

Langfristige Investitionen

Das Land Schleswig-Holstein will bis 2030 insgesamt 77 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investieren. Für den Aufbau der Sirenen stehen bis dahin rund 23 Millionen Euro Landesmittel bereit. Mehr als 27 Millionen Euro fließen in Ausrüstung und Fahrzeuge sowie in die Wasserrettung. Das Land hat allen Kreisen und kreisfreien Städten zudem je eine Hochleistungspumpe für Hochwasserereignisse sowie 52 neue, landeseigene Löschfahrzeuge bereitgestellt. Auch soll gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und dem Landesfeuerwehrverband ein neues Lage- und Kompetenzzentrum entstehen.

In diesem Jahr hatte der Schleswig-Holsteinische Landtag zudem künftig 15 zusätzliche Stellen für den Bereich des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung gestellt. Im Innenministerium ist zum 1. Dezember eine neue Abteilung "Bevölkerungsschutz und Ordnungsrecht" entstanden.

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