Es gilt das gesprochene Wort
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
heute liegt Ihnen die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplans zum Thema Windenergie an Land zur Zustimmung vor. Er ist das Ergebnis von drei Jahren Arbeit, drei Entwürfen, drei öffentlichen Beteiligungsverfahren und rund 3.500 eingegangenen Stellungnahmen.
Und mit diesem Landesentwicklungsplan legen wir die Grundlage dafür, dass wir als Land Schleswig-Holstein beim Ausbau der Windenergie an Land Pioniere bleiben. Er ist die entscheidende Grundlage für den weiteren konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und für unser Ziel, bis 2030 ganze 15 Gigawatt Leistung und 3 Prozent Landesfläche für Wind onshore bereitzustellen.
Auf diesem Weg gibt der Landesentwicklungsplan gute und verlässliche Leitplanken. Denn es ist klar und unbestritten, dass beim Ausbau der Windenergie auch die Auswirkungen und Herausforderungen für Mensch und Natur bewusst mitgedacht und nachhaltig gestaltet werden müssen.
In diesem Zusammenhang haben wir uns die ausgeschlossenen Flächen sehr genau angeschaut, um unser Flächenziel zu erreichen. Dabei haben wir zum Beispiel Landschaftsschutzgebiete oder den Denkmalschutz geringer gewichtet, die Abstände zu Wohnbebauung in Siedlungen und im Außenbereich aber bewusst beibehalten. Aber auch zentrale Bereiche des Naturschutzes oder unsere UNESCO-Welterbestätten werden als Ziele der Raumordnung berücksichtigt. Zudem wird die Rotor-In-Planung beibehalten.
Zum anderen enthält der Landesentwicklungsplan Leitlinien für spätere Abwägungen. Das sind die so genannten Grundsätze der Raumordnung, die vor allem bei den noch in diesem Jahr folgenden Regionalplänen berücksichtigt werden. Das sind zum Beispiel militärische Belange, Infrastruktur, Tourismus sowie der Schutz der Großvögel.
Über drei Öffentlichkeitsbeteiligungen in 2024, 2025 und 2026 wurde der Planentwurf immer weiter verfeinert. Mit insgesamt rund 3.500 Stellungnahmen hat sich die Landesplanung auseinander gesetzt und bis ins kleinste Detail die notwendigen Abwägungen vorgenommen. Für ihre akribische, unermüdliche Arbeit möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Auch für die vielen Hinweise – insbesondere die kritischen Anmerkungen! – der Bürgerinnen und Bürger, der Verbände und Initiativen sowie der Windenergiebranche bin ich außerordentlich dankbar.
Mit der vorliegenden Teilfortschreibung zeigen wir, dass Energiewende und der Schutz unserer Lebensräume sich nicht widersprechen. Denn eines ist für uns zentral: Die Energiewende kann nur dann gelingen, wenn sie von den Menschen mitgetragen wird. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger erarbeiten wir uns jeden Tag aufs Neue.
Und ich danke auch Ihnen in diesem Hohen Hause herzlich für Ihre Unterstützung. Und auch dem Energiewendeministerium, dem Landwirtschaftsministerium, dem Bildungsministerium und dem Wirtschaftsministerium für die Unterstützung bei der Erarbeitung des Landesentwicklungsplans. Das ist eine Gemeinschaftsleistung, auf die ich sehr stolz bin.
Mit diesem Plan treiben wir den konsequenten Ausbau der Windenergie voran, stärken unsere Energie-Unabhängigkeit, verringern gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und werden damit resilienter.
Vielen Dank.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Tim Radtke / Jana Hämmer / Dörte Mattschull | Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Tel: 0431 988-3007 / -3337 / -2792 |
pressestelle@im.landsh.de
| Das Ministerium finden Sie im Internet unter schleswig-holstein.de/innenministerium.