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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Innenministerin eröffnet Ausstellung zum Holocaust-Gedenken im Kieler Rathaus

Letzte Aktualisierung: 27.01.2026

KIEL. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust findet heute (27. Januar) im Kieler Rathaus eine besondere Gedenkveranstaltung statt. Das Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein, angesiedelt beim Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport, richtet die Veranstaltung gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus sowie der Ansprechstelle Antirassismus und Wertebeauftragte der Landespolizei aus.

Im Mittelpunkt steht die Eröffnung der Ausstellung „Shoah – der Holocaust: Wie war es menschlich möglich“, die eindrucksvoll der Frage nachgeht, wie aus Menschen Täter werden konnten und warum aktive Erinnerung heute wichtiger denn je ist. Sie wurde vom Jerusalemer Yad Vashem Memorial entwickelt und stellt den historischen Verlauf des Holocaust ebenso dar wie seine bis heute wirksamen gesellschaftlichen Lehren.

Innenministerin Magdalena Finke würdigte in ihrem Grußwort das Engagement aller Beteiligten und die bleibende Verantwortung der Gesellschaft: „Das Eintreten für unsere gemeinsamen Werte – und für jene Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren – ist die Grundlage unserer Gemeinschaft. Dazu gehört, die Erinnerung aufrecht zu erhalten. In einer Zeit, in der die Stimmen der Überlebenden leiser werden und zugleich Hass und Hetze, Ausgrenzung und Diskriminierung zunehmen, liegt es an uns, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust wachzuhalten und ihre Geschichten weiterzuerzählen. Dieser Aufgabe widmet sich die Ausstellung, die wir heute hier im Kieler Rathaus eröffnen.

Stephan Nietz, Ständiger Vertreter der Landespolizeidirektorin, erinnerte an die Verantwortung von Polizei, Staat und Gesellschaft: „Die heutige Ausstellung ist ein Mahnmal. Die Menschen, an die wir heute erinnern, wurden nicht allein durch die Ideologie der Täter vernichtet, sondern auch durch das Wegschauen und Mitlaufen der anderen. Und somit ist das Gedenken an die Shoah kein Verharren in der Vergangenheit, sondern eine Aufgabe der Gegenwart. Es verpflichtet uns — als Polizei, als Staat, als Gesellschaft — zu einer Kultur miteinander, die auf Würde, Menschlichkeit und Zivilcourage basiert.

Der Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. h.c. Gerhard Ulrich, hob die bleibende Aktualität des Gedenktages hervor: „Der 27. Januar erinnert uns in besonderer Schwere an die menschenverachtenden, antisemitischen und vernichtenden Gräueltaten des Holocaust und des Nationalsozialismus insgesamt. Jede und jeder hat die Bilder von Auschwitz vor Augen – und dennoch erleben wir heute radikalisierte, enthemmte und antisemitische Zeiten, wie sie in ihrer Tragweite vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wären. Gedenktage sind richtig und wichtig, aber sie allein reichen nicht aus. Wachsamkeit und Widerspruch müssen an jedem einzelnen Tag erfolgen. Die heute hier eröffnete Ausstellung zeigt, wie wichtig offene Räume außerhalb von Schule sind, um auch Erwachsenen den Zugang zu ermöglichen und Erinnerungen an das einst Gelernte wieder aufzuwecken – auch, um unsere gesellschaftliche Resilienz zu stärken. Ich hoffe, dass diese Ausstellung große Bekanntheit erlangt und vielfältig zum Einsatz kommt.

Die Ausstellung steht während der regulären Öffnungszeiten des Kieler Rathauses offen und lädt dazu ein, die Erinnerung lebendig zu halten und die Lehren aus der Geschichte in die Gegenwart zu tragen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Tim Radtke / Jana Hämmer / Dörte Mattschull | Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Tel: 0431 988-3007 / -3337 / -2792 | | Das Ministerium finden Sie im Internet unter schleswig-holstein.de/innenministerium.

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