KIEL. Eine heute (15. Januar) vorgestellte Studie des Pestel-Instituts hat den bundesweit hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum erneut aufgezeigt. Die Verantwortlichen der Studie lobten dabei aber ausdrücklich den von Schleswig-Holstein eingeschlagenen Weg mit dem „Regelstandard Erleichtertes Bauen“ zur Kostenreduzierung als Leuchtturmprojekt.
Zu der Studie erklärt Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke: „Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist eine der zentralen Fragen unserer Zeit. Die soziale Wohnraumförderung ist dabei eine starke Stütze des Wohnungsbaus in Schleswig-Holstein.
Wir haben in den vergangenen Jahren im Bereich der Sozialen Wohnraumförderung viel erreicht und auch in diesem Jahr die Landesmittel um 100 Millionen Euro erhöht, sodass insgesamt wieder rund 400 Millionen Euro bereitstehen. Damit stehen insgesamt in der Förderperiode von 2023 bis 2026 rund 1,7 Milliarden Euro an Landes- und Bundesmitteln bereit. Durch die Bereitstellung dieser zusätzlichen Landesmittel konnten die Zahlen in der Sozialen Wohnraumförderung seit 2023 im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt werden. Auch im vergangenen Jahr haben wir wieder mehr als 2.100 Wohneinheiten gefördert und sind damit im bundesweiten Vergleich das beste Flächenland. Dies ist auch aufgrund des von uns eingeführten Regelstandards Erleichtertes Bauen möglich gewesen, mit dem die Herstellungskosten durchschnittlich um mehr als 14 Prozent und in einigen Fällen sogar um etwa 30 Prozent gesenkt werden konnten. Es freut mich sehr, dass dieser schleswig-holsteinische Weg von den Verantwortlichen der Studie als Leuchtturmprojekt eingestuft worden ist.
Die Studie macht auch deutlich, dass der Ansatz der Landesregierung, mit der Wohnraumförderung neue Wohnungsbauprojekte zu unterstützen und damit die Realisierung auch frei finanzierten Wohnungsbaus zu ermöglichen, richtig ist. Nur wenn der frei finanzierte Wohnungsbau wieder an Fahrt aufnimmt, kann es zu dauerhafter Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kommen. Mit den erwarteten 1.800 geförderten Wohneinheiten in diesem Jahr werden wir zusätzlich den Bau von 2.400 frei finanzierten Wohnungen ermöglichen, sodass insgesamt durch unsere Förderung 4.200 neue Wohneinheiten entstehen. Hinzu kommen die vollständig frei finanzierten Wohnungsbauprojekte.
Auch die in der Studie genannten besonders betroffenen Altersgruppen, wie die jüngere und die ältere Generation, haben wir mit speziellen Förderprogrammen bereits im Blick.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es trotz der genannten erhöhten Förderbeträge und bereits umgesetzten Maßnahmen in den kommenden Jahren auch in Schleswig-Holstein einen großen Mehrbedarf gibt. Deshalb werden wir unter anderem mit dem Bund, den anderen Ländern und in unserem Netzwerk Planen Bauen Wohnen in Schleswig-Holstein mit allen Beteiligten weiter nach Wegen suchen, um die allgemeinen Rahmenbedingungen zu verbessern, damit insgesamt mehr Wohnungen gebaut werden können.
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