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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Innenministerium unterstützt Erhalt und Entwicklung der historischen Wallanlagen des Danewerks

Innenministerin Sütterlin-Waack: Positive Effekte für Denkmal-, Naturschutz und Landwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 16.06.2020

KIEL. Das Innenministerium führt in den kommenden Jahren im Bereich der historischen Wallanlagen des Danewerks eine umfangreiche Flurbereinigung durch. Mit dieser Maßnahme wird die historische Anlage deutlich aufgewertet.

"Ich freue mich, dass wir als Innenministerium mit der Flurbereinigung einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der UNESCO-Welterbe-Stätte „Danewerk“ und damit der gesamten Region leisten können. Wichtig ist für mich dabei, dass wir hier die Interessen gleich mehrerer Ressorts wie Naturschutz, Denkmalschutz oder Tourismus bündeln können. Aber auch die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe sollen in dem Verfahren angemessen berücksichtigt werden und langfristig profitieren", erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Im Juli 2018 hat die UNESCO den archäologischen Grenzkomplex Haithabu und Danewerk in ihre Welterbe-Liste aufgenommen. Haithabu und Danewerk sind herausragende Zeugnisse der Wikingerzeit (8.–11. Jh. n. Chr.). Die Wallanlagen des Danewerks dienten als Grenzbauwerk und ermöglichten den Aufstieg von Haithabu zum zentralen Handels- und Verkehrsknotenpunkt in Nordeuropa.

Verbesserungen für den Denkmalschutz und den Naturschutz

Aktuell sind die Wallanlagen und ihre Randbereiche durch angrenzende und zum Teil sich überlagernde Nutzungen beeinträchtigt. Dadurch ist das Erlebnis dieses mittelalterlichen Denkmals eingeschränkt. Auch für den Naturschutz bieten sich auf und an den Wallanlagen noch erhebliche Entwicklungspotentiale. Durch die jetzt geplante Flurbereinigung soll es in den kommenden Jahren deutliche Verbesserungen geben.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume führt das Flurbereinigungsverfahren durch. Geplant ist unter anderem eine Pufferzone rund um die Anlagen. Damit soll die Substanz und Form der Wallanlagen erhalten und die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit verbessert werden. Mit einer extensiven Bewirtschaftung, die durch ortsansässige landwirtschaftliche Betriebe erfolgen soll, wird es möglich, selten gewordene Arten und charakteristische Lebensräume wie z.B. Borstgrasrasen, Magerrasen, Heiden, Mittel- und Eichenkrattwälder zu sichern. Natur- und Denkmalschutz sind bei diesem Projekt eng miteinander verbunden. Erreicht werden sollen die Ziele vor allem durch Ankauf und Tausch von landwirtschaftlichen Flächen auf freiwilliger Basis.

Landwirtschaft und Tourismus sollen profitieren

Dabei sollen auch die landwirtschaftlichen Betriebe von der Neuordnung ihrer Flächen profitieren. Grundeigentümer können mit diesem Verfahren Land abgeben und an anderer Stelle zurückerhalten und so ihre Betriebsstrukturen verbessern. Der mögliche Ausbau der ländlichen Wege und Brücken dient ebenfalls der Landwirtschaft.

Die annähernde Herstellung des ursprünglichen Zustandes der Wallanlagen, verbunden mit der Schaffung einer durchgängigen Zugänglichkeit für Wanderer und Radfahrer und weiterer geeigneter Besucherinfrastruktur werden zu einer erheblichen Attraktivitätssteigerung des Danewerks beitragen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dirk Hundertmark / Tim Radtke | Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3007 / -3337 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/innenministerium.

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