KIEL. Innenminister Hans-Joachim Grote hat über die Wiedereröffnung der derzeit stillgelegten Flüchtlingsunterkunft Rendsburg entschieden. Voran gegangen waren bereits in den letzten Wochen Gespräche mit der Stadt Rendsburg. Der zuständige Staatssekretär Torsten Geerdts hat heute (21. November 2018) Bürgermeister Pierre Gilgenast über die Entscheidung des Innenministers informiert und eine enge Abstimmung der nun folgenden Schritte vereinbart.
"Wir wollen, zeitlich befristet, in Rendsburg bis zu 500 Flüchtlinge unterbringen. Nach unseren ersten Gesprächen werden wir auch die weiteren Schritte jetzt in enger Abstimmung mit der Stadt umsetzen. Bereits im ersten Quartal 2019 wollen wir wieder Flüchtlinge am Standort Rendsburg unterbringen"
, erklärte der Staatssekretär.
Der Grund für die Entscheidung: Die ursprünglich geplante Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster auf bis zu 1500 Plätze lässt sich nicht umsetzen. Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras hatte Innenminister Grote mitgeteilt, dass es in der Ratsversammlung keine Mehrheit für eine Zustimmung zu den Plänen und dem für deren Umsetzung notwendigen Grundstücksverkauf gibt.
"Ich respektiere die Entscheidung der Stadtvertreter Neumünsters. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit der jetzt getroffenen Entscheidung eine gute Lösung gefunden haben. Wir hatten die nach wie vor vom Land gepachtete Einrichtung in Rendsburg im Sommer in den Leerstandsbetrieb überführt und damals schon klar gemacht, dass wir sie innerhalb kurzer Zeit wieder reaktivieren können, wenn es den Bedarf gibt. Dies ist jetzt der Fall"
, so Geerdts.
Die Zeit bis zur Wiedereröffnung ist unter anderem erforderlich, um in der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne die dem Bürgermeister zugesagte Polizeipräsenz sowie ein ausreichendes Betreuungsangebot für die Flüchtlinge, vor allem für Kinder und Jugendliche, sicherzustellen. Auf dem Gelände soll darüber hinaus ein WLan-Angebot eingerichtet werden, damit die Flüchtlinge mit ihren Familien in Kontakt bleiben können.
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