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: Thema: Ministerien & Behörden

Landesbesten im Vorlesen auf Spanisch stehen fest

1.800 Schülerinnen und Schüler haben 2026 beim Leo-Leo-Vorlesewettbewerb in Schleswig-Holstein mitgemacht. Nun stehen die Finalisten fest.

Letzte Aktualisierung: 19.03.2026

Großaufnahme einer Leo, Leo-Urkunde.
Beim Leo, Leo-Wettbwertb steht das gekonnte Vorlesen im Vordergrund.

Es lag gespannte Konzentration in der Luft, als die Jurys im Instituto Cervantes in Hamburg die jeweiligen Gruppenbesten finden mussten. Mit sprachlichem Können, der richtigen Betonung und der überzeugenden szenischen Vortragsweise setzten sich sieben Schülerinnen und Schüler gegen die starke Konkurrenz aus 70 Finalistinnen und Finalisten des Spanisch-Vorlesewettbewerbs „Leo, leo - ¿qué lees?“ (Erklärung: siehe Kasten) durch: Lea Könemann vom Gymnasium Eckhorst in Bargteheide, Sairem Butt vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium in Lübeck, Charilaos Papadopoulos vom Nordseegymnasium in St. Peter-Ording, Jette Spranger vom Gymnasium Elmschenhagen in Kiel, Mia Hagen vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium in Lübeck, Smilté Duseviciute von der Nordseeschule in St. Peter-Ording und Magdalena Hidalgo Gianikki vom Johanneum in Lübeck belegten den jeweils ersten Platz in ihrer Gruppe. Sie sind die Landesbesten aus 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Schleswig-Holstein.

Sairem Butt vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium in Lübeck wird im Juni am Bundesfinale teilnehmen.

Was heißt "Leo, leo"?

Beim Titel „Leo, leo - ¿qué lees?“ handelt sich um ein Wortspiel, das auf mehrere Dinge anspielt: Auf Spanisch spielen die Kinder: Veo, veo, qué ves? „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Wortwörtlich übersetzt heißt der Titel: "Ich lese, ich lese - was liest Du?". Gleichzeitig bedeutet "Leo" auch Löwe - daher das Löwenlogo.

Lesen stärken, Wettbewerb spüren und Selbstwirksamkeit erfahren

Der Spanisch-Vorlesewettbewerb „Leo, leo – ¿qué lees?“ findet seit acht Jahren in Schleswig-Holstein statt. Dieses Jahr nahmen rund 1.800 Schülerinnen und Schüler von 27 Schulen teil. 73 von ihnen haben es ins Finale geschafft. Bina Almohammad, 14, von der Elsa-Brandström-Schule in Elmshorn ist eine von ihnen: „Ich finde das eine tolle Erfahrung, das mitzuerleben, zu sehen wo ich stehe und mich mit anderen vergleichen“. Dass sich so viele Schülerinnen und Schüler dieser anspruchsvollen Aufgabe stellten, in einer fremden Sprache im Wettbewerb zu lesen, sei beeindruckend, sagt Stephanie Berger. Sie betreut als Landesfachberaterin Spanisch am IQSH den Wettbewerb auf Landesebene. „Wir stärken damit das Lesen als eine querschnittliche Aufgabe an den Schulen. Das ist ein wichtiger Teil des Sprachenunterrichts. Zusätzlich bringt so ein Wettbewerb die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Resilienz und Frustrationstoleranz“, so Berger.

Sprachraum mit Hundert Millionen Menschen offen

Traditionell öffnet das Kulturinstitut Instituto Cervantes der spanischen Botschaft seine Türen einmal im Jahr für die Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein. „Für uns ist diese Initiative deshalb lobenswert, weil sie neugierig auf eine Sprache mit Zukunft macht. Lesen erlaubt es, sich in Geschichten von anderen zu vertiefen, es bildet kritisches Denken aus und öffnet den Schülerinnen und Schülern die Türen zu einem Sprachraum, in dem hundert Millionen Menschen sprechen“, sagte Marta Ares, Bildungsreferentin der Spanischen Botschaft, die eigens zum Landesentscheid nach Hamburg gekommen war. Als Jurymitglied für die Gruppe der herkunftssprachlichen Sprecherinnen und Sprecher war sie beteiligt, die Landesbesten zu küren: „Ich bin beeindruckt von dem Können und dem Engagement der Lehrkräfte“, würdigte Ares die enorme organisatorische Leistung hinter dem Wettbwerb.

Beeindruckendes Können

Das ist schon faszinierend, was die anderen können,“ staunt Tarek Haloubi, 17. Trotz der starken Konkurrenz in den nach Jahrgängen und Sprachfortschritt zusammengestellten Gruppen sind die beiden Schüler begeistert: „Ich lieb` einfach die spanische Sprache, und es ist einfach toll, hier zu sein und mitmachen zu können“, fasst Jonas, 16, zusammen.

Übersicht über die Siegerinnen und Sieger in den jeweiligen Kategorien

Die Landesbesten der Kategorie A1, 2. Fremdsprache, 1. Lernjahr – Platz 1: Lea Könemann, Gymnasium Eckhorst Bargteheide (mitte), Platz 2: Florin Böcking, Johanneum zu Lübeck (links), Platz 3: Zeynep Cetin, Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck (rechts)
Die Landesbesten der Kategorie A1, 2. Fremdsprache, 2. Lernjahr – Platz 1: Sairem Butt, Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck (qualifiziert fürs Bundesfinale, mitte), Platz 2: Nele Feist, Lessing-Gymnasium Norderstedt (rechts), Platz 3: Sergej Mzikian, Theodor-Mommsen-Schule Bad Oldesloe (links)
Die Landesbesten der Kategorie A1, 3. Fremdsprache, 1. Lernjahr – Platz 1: Charilaos Papadopoulos, Nordseegymnasium St. Peter Ording (qualifiziert fürs Bundesfinale, mitte), Platz 2: Bina Almohammad, Elsa-Brandström-Schule Elmshorn (rechts), Platz 3: Frederika Rohlfs, Alstergymnasium Hamburg (links)
Die Landesbesten der Kategorie A2, 2. Fremdsprache, 3. Lernjahr – Platz 1: Jette Spranger, Gymnasium Elmschenhagen Kiel (mitte), Platz 2: Zahra Kashat, Carl-Maria-von-Weber Schule Eutin (rechts), Platz 3: Mathilda Boecker, Auguste-Viktoria-Schule Flensburg (links)
Die Landesbesten der Kategorie A2, 2. Fremdsprache, 4. Lernjahr – Platz 1: Mia Hagen, Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck (mitte), Platz 2: Jonas Klement, Johanneum zu Lübeck (rechts), Platz 3: Eliana Kosbart, Auguste-Viktoria-Schule Flensburg (links)
Die Landesbesten der Kategorie A2, 3. Fremdsprache, 2. Lernjahr – Platz 1: Smilté Duseviciute, Nordseeschule Sankt-Peter-Ording (mitte), Platz 2: Lukas Lackner, Gymnasium Trittau (rechts), Platz 3: Shana Halan, Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel (links)
Die Landesbesten der Kategorie B2-Niveau, herkunftssprachliche Prüfung – Platz 1: Magdalena Hidalgo Gianikki, Johanneum zu Lübeck (mitte), Platz 2: Luna Schmidt, Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Gymnasium Lübeck (rechts), Platz 3: Eduardo Salas Gonzales, Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel (links)
Die Jurymitglieder aus der Schülerschaft

Hintergrund zum Wettbewerb

Der attraktive Wettbewerb, der in der ersten Phase ein Breitenwettbewerb ist und erst in den nächsten Schritten zum Exzellenzwettbewerb wird, findet bundesweit immer mehr Nachahmer. Erst seit zwei Jahren findet ein Bundesentscheid statt. In diesem Jahr treten die Landesbesten der A1-Gruppen aus neun Ländern gegeneinander an.

Leo, leo – ¿qué lees?“ wird in Schleswig-Holstein seit sechs Jahren vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) gemeinsam mit dem Instituto Cervantes in Hamburg, einer öffentlichen Einrichtung der spanischen Regierung, ausgerichtet. Spanisch wird in Schleswig-Holstein in der Sekundarstufe I (in den Jahrgangsstufen 7 bis 10) an Gymnasien als zweite oder dritte Fremdsprache und an Gemeinschaftsschulen als Wahlpflichtfach angeboten. Gefördert wird der Wettbewerb durch den Deutschen Spanischlehrkräfteverband (DSV), das Instituto Cervantes Hamburg, Consejería de Educación Berlin, den Cornelsen Verlag Berlin und den Klett Verlag Stuttgart.

Impressionen der Veranstaltung

Konzentration bei der Juryarbeit.
Das Instituto Cervantes der spanischen Botschaft heißt die schleswig-holsteinischen Schülerinnen und Schüler einmal im Jahr willkommen.
In der Institutsbibibliothek warten die Schülerinnen und Schüler auf ihren Einsatz.
Stephanie Berger, Landesfachberaterin am IQSH für Spanisch, eröffnete den Wettbwerb und bedankte sich für die Gastfreundschaft.
Marta Ares reiste eigens aus Berlin aus der spanischen Botschaft zum Wettbewerb.

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