In dem Exzellenz-Programm M.E.T.A. Nord kooperiert das IQSH mit der Stanford Accelerator for Learning und der Robert Bosch Stiftung und stärkt so die Lehrkräftefortbildung.
Lehrkräfte bestmöglich zu qualifizieren ist eine der Kernaufgaben des IQSH. Das Institut erarbeitet Angebote für Schulen und Lehrkräfte, damit sie Herausforderungen wie Sprachmodellen wie ChatGPT kompetent und kritisch begegnen können. Nun startet das IQSH ein Exzellenz-Qualifizierungsangebot für fortgeschrittene Fortbildnerinnen und Fortbildner: M.E.T.A. Nord (Maximizing Effective Teaching with Artificial Intelligence). Ziel ist es, die Lehrkräfte und Fortbildende im kompetenten und kritischen Umgang mit KI zu schulen.
Langfristig wirksames Programm
Das Besondere an diesem herausragenden Weiterbildungsangebot sei, es mache Profis zu Expertinnen und Experten und bringe modernste Methoden nach Schleswig-Holstein, betonte Dr. Gesa Ramm, Direktorin des IQSH, bei der Kick-Off-Veranstaltung in Kiel. Vor allem sei die langfristige Wirksamkeit des Programms entscheidend: „Es strahlt jetzt schon in unsere Fortbildungsstrategie aus. Diese Wirkung wollen wir über unser Team der Fortbildnerinnen und Fortbildnern systematisch verankern und auf andere Themenfelder transferieren“.
Kompetent und kritisch im Umgang mit KI
„Transformationen in der Bildung erfordern gut qualifizierte und für neue Entwicklungen stetig weitergebildete Lehrkräfte und Multiplikatoren und Multiplikatorinnen. Auch diejenigen, die Lehrkräfte in der zweiten Phase qualifizieren, stehen im Mittelpunkt dieser Maßnahme für einen kompetenten und kritischen Umgang mit KI in der Schule, in allen Facetten dieses Themas“, erklärte Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke.
Innovatives Programm mit internationaler Expertise
Das IQSH-Angebot baut auf einem Programm auf, das die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stanford Accelerator for Learning und kooperierenden Ländern entwickelt hat. „Viele Lehrkräfte fühlen sich von der rasanten Entwicklung der KI förmlich überrollt. Um sie wirksam zu unterstützen, setzen wir bei den Fortbildnerinnen und Fortbildnern an. Sie sind ein entscheidender Hebel, um Innovation im Bildungssystem zu verankern“, sagt Dr. Stella Voutta, Leiterin des Bildungsbereichs der Robert Bosch Stiftung. „Dass Schleswig-Holstein diesen Ansatz nun mit M.E.T.A. Nord in die Breite trägt, freut uns sehr. Das Programm fördert gezielt einen kritisch-kreativen Umgang mit der Technologie, von ethischen Fragen bis zum sinnvollen pädagogischen Einsatz. So stärken wir Lehrkräfte nachhaltig für die Zukunft.“
Multiplikatoren für eine nachhaltige Wirkung
Acht Personen aus Schleswig-Holstein haben es bereits erfolgreich absolviert, und wenden die Prinzipien bereits in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften an. In den nächsten zwölf Monaten werden sie ihr Wissen nun als Multiplikatoren weitergeben. Im ersten Jahrgang werden 24 Fortbildnerinnen und Fortbildner, davon 14 aus anderen Ländern, teilnehmen.
Moderne Didaktik und reflektierte Haltung als Basis
Die Weiterbildung hat einen doppelten Fokus: Die Teilnehmenden vertiefen ihre KI-Kompetenzen nach weltweit modernsten Standards und durchlaufen eine didaktisch methodische Qualifizierung, um die Lehre wirkungsvoller zu gestalten. Dabei kommen Methoden zum Einsatz, deren Lernwirksamkeit empirisch belegt ist und die auf Schulungsformate aus dem Management-Training Bezug nehmen. Grundlage ist ein Transformationsmodell, bei dem die eigene Haltung für aktive Teilhabe an Veränderungsprozessen reflektiert und genutzt wird.
Christine Bywater, Associate Director des Stanford Center to Support Excellence in Teaching, und Philipp Klein, Trainer für die Robert Bosch Stifung, kamen eigens zum Auftakt der einjährigen Qualifikationsmaßnahme nach Kiel.
Dr. Andreas Dammertz, Senior Expert der Robert Bosch Stiftung, erläuterte die Bedeutung von Deeper Learning und Transfer für die Lernmethode des Programms.
Während der nächsten zwölf Monate werden die Teilnehmenden sich vernetzen und intensiv zusammenarbeiten.
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