KIEL. Die beiden neu gegründeten Schulen „Grundschule Kiel-Gaarden“ und die „Gemeinschaftsschule Gaarden“ werden in das Startchancen-Programm von Bund und Ländern aufgenommen. Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke besuchte heute (1. Juli) die Grundschule Kiel-Gaarden und übergab ihr das Startchancen-Siegel. Beide Schulen wurden im Schuljahr 2025/26 gegründet.
„Erst nach Aufnahme des Schulbetriebs lagen die Daten vor, die für die externe Berechnung des Sozialindex erforderlich sind. Nachdem diese abgeschlossen wurde und das Ergebnis feststand, haben wir uns für die Aufnahme der beiden neuen Gaardener Schulen in das Startchancen-Programm eingesetzt“
, erläuterte Bildungsministerin Stenke. Das Land hatte die Anpassung der Liste der Startchancen-Schulen im April beantragt. Der zuständige Bund-Länder-Ausschuss stimmte der Aufnahme als begründetem Einzelfall zu. Damit steigt die Zahl der Startchancen-Schulen in Schleswig-Holstein von 135 auf 137. Die beiden Neugründungen waren unter anderem aufgrund des Raumbedarfs an den zuvor bestehenden Schulen notwendig.
„Mit dem Startchancen-Programm erhalten Schulen zusätzliche Möglichkeiten, gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler einzugehen“
, sagte Stenke. „Es geht um gute Lernbedingungen, zusätzliche Angebote, multiprofessionelle Teams und eine Schulentwicklung, die sich an den konkreten Herausforderungen vor Ort orientiert. Genau dafür brauchen die beiden neuen Schulen in Gaarden verlässliche Unterstützung.“
Bei ihrem Besuch informierte sich die Ministerin über das pädagogische Konzept der Grundschule Kiel-Gaarden, die ab dem 1. August "Grundschule Kieler Hafen" heißen wird. Thema waren unter anderem die als Startchancen-Schule geplanten Vorhaben. Zu den Schwerpunkten der Schule gehören die durchgängige Sprachbildung, der offene Ganztag, Beteiligungsformate für Kinder sowie der Aufbau eines Schutz- und Präventionskonzeptes.
Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz erklärte anlässlich der Aufnahme der beiden Schulen in das Startchancen-Programm: „Gute Bildung ist die wichtigste Zukunftsinvestition für unsere Stadt. Dass zwei weitere Kieler Schulen vom Startchancen-Programm profitieren, ist eine gute Nachricht für die Kinder, ihre Familien, den Bildungsstandort Kiel – und insbesondere auch für den Stadtteil Gaarden.“
Kiels Bildungsdezernentin Dr. Christina Schubert ergänzte: „Bildungsgerechtigkeit entsteht dort, wo alle Ebenen Verantwortung übernehmen. Das Startchancen-Programm ist deshalb besonders stark, weil es pädagogische Entwicklung, personelle Unterstützung und Investitionen in die Bildungsinfrastruktur miteinander verbindet. Ich freue mich sehr, dass zwei weitere Kieler Schulen von diesem Programm profitieren. Als Landeshauptstadt Kiel werden wir unseren Beitrag leisten, damit aus der Förderung konkrete und nachhaltige Verbesserungen für den Schulalltag der Kinder und Jugendlichen werden. Denn gute Bildung braucht nicht nur engagierte Lehrkräfte, sondern auch moderne und zukunftsfähige Lernorte.“
Hintergrund
Das Startchancen-Programm ist am 1. August 2024 gestartet und läuft über zehn Jahre. Es richtet sich gezielt an Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Für Schleswig-Holstein stehen über die gesamte Laufzeit rund 660 Millionen Euro aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln zur Verfügung.
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