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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Ministerin Dr. Stenke zum Haushaltsentwurf 2027: Bildung ist Schwerpunktthema der Landesregierung trotz Haushaltskonsolidierung

Letzte Aktualisierung: 30.06.2026

KIEL. „Wie alle Ministerien werden wir zur Konsolidierung des Gesamthaushalts beitragen. Entscheidend ist: Es wird keine Einschränkung an unseren Schulen geben – weder an allgemeinbildenden, noch an berufsbildenden Schulen. Bei Lehrkräften, schulischer Assistenz, Schulpsychologen, den Landesförderzentren und bei den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst wird es keine Kürzungen geben. Die Stärkung der basalen Kompetenzen, und damit der Kernfächer, ist die Sicherung einer guten Basis für einen erfolgreichen Start in die schulische Bildungsbiografie. Das ist weiter unser oberstes Ziel“, betonte heute (30. Juni) Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke. Sie stellte klar: „Wir setzen die Prioritäten so, dass jeder Euro dahin fließt, wo er die beste Wirkung erzielt.“ 

Schwerpunkte des Haushaltsentwurfs 2027:  

  • Mehr Lehrkräfte:
    115 neue Lehrkräftestellen zum Schuljahr 2027/28 aufgrund von aufwachsenden Schülerzahlen. 
  • Stärkung der basalen Kompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen:
    Eine zusätzliche Stunde Deutsch und Mathematik in Jahrgangsstufe 2 ab dem Schuljahr 2027/28 mit 80 neuen Stellen. 
  • Stärkung der Demokratiebildung:
    Ab dem Schuljahr 2027/28 gibt es zwei zusätzliche Unterrichtswochenstunden WiPo in der Sekundarstufe I, unterlegt mit 40 neuen Stellen.
  • Die Landesregierung schreibt das Startchancen-Programm mit 9,76 Millionen Euro fort, um die Schulen in herausfordernden Lagen weiter zu unterstützen.
  • Ganztag:
    Im Haushaltsjahr 2027 werden erstmals die vollständigen Betriebskosten für die Ganztagsbetreuung im Haushalt berücksichtigt. Das Land übernimmt 75 % der Betriebskosten und 85 % der Investitionskosten für Ganztagsbetreuung. Für die Betriebskostenförderung von schulischen Ganztags- und Betreuungsplätzen sind im Landeshaushalt 2027 mehr als 57 Millionen Euro eingeplant. Für die Investitionskosten sind im Haushaltsjahr 2027 Mittel in Höhe von 148,1 Millionen Euro vorgesehen.
    Gemeinsam mit der Serviceagentur Ganztägig Lernen und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein hat das Bildungsministerium ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm entwickelt. Das Land stellt ab 2026 schrittweise steigende Mittel dafür bereit: Von zunächst einer Million Euro jährlich bis auf vier Millionen Euro jährlich im Schuljahr 2029/30. Dauerhaft sollen es vier Millionen Euro pro Jahr sein. 
  • Berufliche Bildung:
    Für die Errichtung des Azubi-Werks Schleswig-Holstein sind Mittel für eine haushaltsgesetzliche Ermächtigung und Vorsorge (4 Millionen Euro) sowie Gutachten (25.000 Euro) vorgesehen. Für das Azubi-Werk sollen in den kommenden Jahren jährlich bis zu 7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. 
  • Hochschulen und Forschung:
    Die Hochschulen können sich auf die Ziel- und Leistungsvereinbarungen verlassen. Im Jahr 2027 werden den Hochschulen 447,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, das sind 13,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Für den Zukunftsvertrag Studium und Lehre sind Ausgaben von insgesamt rund 97 Millionen Euro vorgesehen, die hälftig von Bund und Land finanziert werden.
    Der Ideenfonds unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen zudem bei der Einwerbung von Drittmitteln. Hierfür sind weiter 200.000 Euro eingeplant. 
  • Kulturelle Bildung:
    Mit dem Haushalt 2027 werden für den Landesmusikrat, den Landesverband der Musikschulen und die Bürgerstiftung Schleswig-Holstein die gestiegenen Personal- und Sachkosten ausgeglichen. Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein erhält ab 2027 für die studienvorbereitende Ausbildung eine Erhöhung um 50.000 Euro, um künftig wieder 50 Plätze für das Stipendium anbieten zu können. Damit wird auch die Ausbildung von Musiklehrkräften abgesichert. 
  • Um die Fortführung der Eutiner Festspiele abzusichern, wird die Landesförderung um 60.000 Euro (auf 165.000 Euro) erhöht.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dörte de Graaf I Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de

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