In Berlin hat Ministerpräsident Daniel Günther mit Jan Philipp Albrecht und Annegret Kramp-Karrenbauer diskutiert. Das Thema: Moral in der öffentlichen Debatte.
Wer moralisch argumentiert, sieht sich schnell dem Vorwurf des "Moralisierens" ausgesetzt. Doch kann eine demokratische Gesellschaft überhaupt ohne moralische Maßstäbe funktionieren? In zwei Gesprächsrunden brachte die Landesvertretung Schleswig-Holstein das Thema in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung auf die Bühne.
Moral als Handlungsgrundlage
Zuerst sprachen Ministerpräsident Daniel Günther, Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, und Jan Philipp Albrecht, Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung, über die politische Bedeutung von Moral. Sie diskutierten, wie sich Werteorientierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und pragmatische Politik heute zusammenbringen lassen. "Moral muss die Grundlage unseres Handelns sein", sagte der Ministerpräsident. "Aber in der Politik reicht es nicht, nur zu sagen, was richtig ist. Wir müssen auch zeigen, wie wir Probleme lösen können. Dafür brauchen wir klare Regeln und eine offene Debatte über den besten Weg."
Anschließend sprach Moderator Daniel Friedrich Sturm mit der Autorin Anne Rabe und dem Philosophen Hanno Sauer darüber, warum Moral heute unter Druck steht, woher sie überhaupt kommt und wie viel Moral Politik verträgt. Im Zusammenspiel beider Gesprächsrunden entstand ein höchst spannender Blick auf die Gegenwart.
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