Die Landesregierung hat zum neunten Mal den Digitalisierungspreis verliehen – und damit auch in diesem Jahr wieder vielseitige Projekte mit großem Potential gewürdigt.
Von der Landwirtschaft bis zur Medizin, von der Bildung bis zum Handwerksbetrieb – die Digitalisierung durchzieht Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Wie vielfältig die Einsatzgebiete sind, beweisen die zahlreichen Digitalisierunginitiativen im Land. Besonders herausragende Projekte werden seit neun Jahren mit dem Digitalisierungspreis Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement und den Innovationsgeist von Initiativen, die zur digitalen Transformation des Landes beitragen.
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat jetzt in Kiel sieben Unternehmen und Initiativen aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der 1. Platz ist mit 25.000 Euro, der 2. Platz mit 15.000 Euro und der 3. Platz mit 10.000 Euro dotiert. Neu waren in diesem Jahr außerdem die Sonderpreise in den Kategorien Green Coding (25.000 Euro) und Bildung (3 x 6500 Euro).
"Digitale Technologien sorgen für mehr Wertschöpfung und Fortschritt und schaffen damit direkte Mehrwerte für die Menschen in Schleswig-Holstein. Der Austausch mit Behörden wird schneller und besser, Arbeitsabläufe werden leichter und effizienter. Ich bin beeindruckt, welche kreativen Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen von Unternehmen in unserem Land entwickelt wurden – von der Landwirtschaft, über die Medizin bis hin zum Büroalltag. In Schleswig-Holstein sind wir Vorreiter der digitalen Transformation", sagte Minister Schrödter. "Möglich macht dies unser starkes digitales Netzwerk mit zahlreichen Start-ups, aber auch traditionellen Unternehmen und Initiativen. Die Digitalisierungspreise sind eine Anerkennung für ihren Innovationsgeist. Mit den Preisen würdigen wir nicht nur die Qualität der digitalen Lösung, darunter besonders viele Open Source, und das herausragende Engagement aller Beteiligten, sondern machen auch die einzelnen Projekte über die Landesgrenzen hinaus sichtbar. Die Gewinner stehen stellvertretend für den gesamten Digitalstandort Schleswig-Holstein."
Digital bei der Futterproduktion
Das Kieler Start-Up Silolytics hat ein KI-gestütztes System zum Silagemanagement entwickelt und dafür den 1. Preis erhalten. "Während die Landwirtschaft in vielen Bereichen noch vergleichsweise wenig digitalisiert ist, setzt Silolytics auf moderne Datentechnologien in einem wichtigen Wirtschaftszweig für Schleswig-Holstein", begründete die Jury ihre Entscheidung.
Während der Futterherstellung liefert die Software mit Hilfe von Sensoren detaillierte Informationen über Menge und Material im Silo. Damit kann die Produktion schnell angepasst werden, sodass weniger Futter verdirbt. "Dies trägt sowohl zur Wirtschaftlichkeit als auch zu nachhaltigeren Produktionsprozessen bei", erklärte die Jury.
Digitalisierungspreis 2026: Siloytics
Innovativer Datenschutz
Fern ab von Feld und Silo unterstützt die KI anymize.ai die Arbeit in Bürojobs mit strengen Datenschutzregeln. Die KI anonymisiert sensible Daten bevor diese an große Chatbots wie Claude oder ChatGPT weitergegeben werden und ermöglicht es damit auch Arztpraxen oder Anwaltskanzleien, diese Modelle zu nutzen. Die Jury hat das Kieler Projekt dafür mit dem 2. Preis ausgezeichnet: "Die Lösung erlaubt den sicheren Einsatz auch in Anwendungsfeldern, in denen europäische Anforderungen bisher eine Hürde darstellen."
Digitalisierungspreis 2026: Anymize.AI
Hilfe im Handwerk
Den 3. Preis gewannen die Macher der Software revolvie, von der besonders kleinere Handwerksbetriebe profitieren sollen. Die Software aus Kuden (Kreis Dithmarschen) unterstützt ihre Nutzer bei der Kalkulation von Angeboten und hilft dabei, ihre Profitabilität festzustellen. Positiv überzeugt hätte die Jury die realitätsnahe Herangehensweise des Projekts: "Gerade in kleineren Betrieben fehlen oft personellen Ressourcen oder die betriebswirtschaftliche Expertise, um ein professionelles Controlling aufzubauen."
Digitalisierungspreis 2026: revolvie
Sonderpreise für Grüne IT und Bildung
Den Sonderpreis für Green Coding bekamen die Macher von Green Ecolution aus Wees (Kreis Schleswig-Flensburg). Die Software optimiert Bewässerungsprozesse in Kommunen. Die Projekte der drei Sonderpreise für Bildung heißen Dentability NextGen ZFA (Köhn, Kreis Plön), edaira.ai (Kiel) und DaZ Pilot (Flensburg). Sie unterstützen Nachwuchskräfte in der Zahnmedizin, die Bildungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein sowie Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache.
Digitalisierungspreis 2026: Green Ecolution
Über die Prämierung der besten Initiativen hat eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, des Schleswig-Holsteinischen Städteverbandes, der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) und des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) entschieden.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: