Ein wichtiger Schritt für die neue Stromtrasse SuedLink ist geschafft: Der Tunnel unter der Elbe zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist fertig. Ministerpräsident Daniel Günther war beim symbolischen Tunneldurchschlag dabei.
Nun kann der Strom auch unter der Elbe hindurchfließen: Der mehr als fünf Kilometer lange Tunnel zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen ist fertig. Durch ihn werden ab 2028 Gleichstromkabel Windstrom über die SuedLink-Trasse aus dem Norden in den Süden transportieren. "Damit hat ein zentrales Projekt der Energiewende in Deutschland einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagte Ministerpräsident Daniel Günther beim symbolischen Tunneldurchschlag in Wischhafen. Gemeinsam mit Niedersachsens Energieminister Christian Meyer und Ina Kamps, Chief Operating Officer bei Tennet Germany, würdigte er das Tunnelbauwerk "ElbX".
Stärkung des Wirtschaftsstandorts
SuedLink ist rund 700 Kilometer lang und soll komplett unterirdisch verlaufen. Rechnerisch könnte die Trasse zehn Millionen Einfamilienhaushalte mit Strom versorgen. "Damit wird die Abregelung von erneuerbarem Strom in unserem Land weiter sinken", sagte Günther. Der neue Hochspannungsanschluss senke die Kosten der Energiewende und steigere damit die Akzeptanz in der Bevölkerung. Durch die verbesserte Netzinfrastruktur könne Schleswig-Holstein Unternehmen, Rechenzentren und Batteriespeicher gezielt an Umspannwerke anbinden und so weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien ermöglichen. "Ein gut ausgebautes Stromnetz ist ein entscheidender Standortfaktor für Investitionen", führte Günther fort.
Nicht nur der Norden profitiere von den Fortschritten beim Netzausbau und insgesamt bei der Energiewende. "Projekte wie Suedlink machen uns in Deutschland und Europa bei der Energieversorgung generell unabhängiger und resilienter. Sie machen die Erneuerbaren als heimische Energiequelle verlässlicher. All das hilft dabei, dass wir weniger angreifbar und verletzlich sind", betonte der Regierungschef.
Dank an alle Beteiligten
Die eigens für SuedLink gebaute Tunnelbohrmaschine "ELSA" war im Februar 2025 in Wewelsfleth gestartet. Nach dem Durchbruch wurde sie im Zielschacht geborgen und zerlegt. Künftig verlaufen sechs Kabel durch den Tunnel, darunter zwei Ersatzkabel für eine bessere Versorgungssicherheit. Vor Ort dankte Ministerpräsident Günther allen Projektbeteiligten. Die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder gegenüber der Bundesregierung sei enorm wichtig, um stabile Rahmenbedingungen für den Netzausbau zu schaffen.
Hinweis zur Verwendung von Cookies
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: