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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Ein Studium mit Mehrwert

Die Karriere von Gerrit Graw war nach seiner Ausbildung noch lange nicht zu Ende: Im Anschluss an sein duales Studium beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation startete er in die Beamtenlaufbahn als Geoinformationsoberinspektor.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Ein Mann in gelber Sicherheitsjacke steht auf einem Parkplatz. Neben ihm steht ein Tachymeter.
Im Außendienst nutzt Gerrit ein Tachymeter, um Entfernungen und Winkel zu erfassen.

Geodaten sind für das Land eine unverzichtbare Grundlage: Sie zeigen, wo Gebäude stehen, wie Verkehrswege verlaufen und welche Flächen sich für künftige Bauprojekte eignen. Für alle, die sich für Karten, Daten und Infrastruktur interessieren, bietet das duale Studium beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) einen praxisnahen Einstieg in ein vielseitiges Berufsfeld.

Von der Ausbildung ins Studium

Auch Gerrit Graw ist diesen Weg gegangen. Der Schleswig-Holsteiner entschied sich nach dem Abitur zunächst für eine Ausbildung zum Vermessungstechniker. "Ich wollte erst einmal etwas Festes haben", sagt er rückblickend. Mathematik und Naturwissenschaften haben ihn schon immer interessiert. Dazu kam der Wunsch, auch draußen zu arbeiten. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss bewarb sich Gerrit für das duale Studium "Geodäsie und Geoinformatik" beim LVermGeo SH – mit Erfolg. Im anschließenden Auswahlverfahren sowie im Studium erwies sich sein Wissen aus der Ausbildung als wertvolle Grundlage.

Internationale Exkursionen

Ein Mann schaut unter einem Fels hindurch. Er trägt einen Bauhelm und hält eine Taschenlampe in seiner Hand.
In Portugal ging es für Gerrit auf die Spuren von historischen Bergwerken.

Mittlerweile hat Gerrit sein Studium abgeschlossen. Für ihn bot der Wechsel zwischen Theorie und Praxis klare Vorteile. Studiert hat Gerrit in Hamburg. Je nach gewählter Hochschule können die Studieninhalte für die Studierenden beim LVermGeo SH variieren: Bei Gerrit spielte im Studium neben der Vermessung auch Informatik eine wichtige Rolle. Unvergessen bleiben ihm aber die praktischen Übungen an der frischen Luft. Ein Highlight waren für den Schleswig-Holsteiner die Vermessungs-Exkursionen in Portugal. Dort arbeitete er mit internationalen Teams zusammen und half dabei, römische Wasserwege und historische Bergwerke zu vermessen. "Das war mal etwas ganz anderes und unglaublich spannend."

Sicherheit im dualen Studium

Ein Mann ist mit dem Rücken zur Kamera gekehrt. Er sitzt in einem Büro am Schreibtisch und schaut auf einen Computerbildschirm.
Geoinformationsoberinspektoren bilden die Schnittstelle zwischen Vermessung und Verwaltung.

In der vorlesungsfreien Zeit sammelte Gerrit praktische Erfahrungen beim LVermGeo SH. Für das duale Studium vergütet das Land Studierende im Vermessungswesen mit 1.550 Euro brutto. Hinzu kommen 30 Urlaubstage in der vorlesungsfreien Zeit sowie eine Freistellung für Prüfungen. "Auch im Arbeitsalltag gibt es Möglichkeiten, sich gut auf die Prüfungen vorzubereiten", berichtet Gerrit. Eine weitere Sicherheit ist, dass nach dem Studienabschluss der Einstieg in den Beruf garantiert ist. Absolventinnen und Absolventen verpflichten sich für fünf Jahre beim LVermGeo SH.

Langfristige Perspektive im Beamtenverhältnis

Nach seinem Bachelorabschluss entschied sich Gerrit für die Beamtenlaufbahn und begann die Anwärterschaft zum Geoinformationsoberinspektor. "Die Jobsicherheit beim Land und die Möglichkeit, später vielseitig einsetzbar zu sein, haben mich überzeugt", erzählt er. Es gibt aber auch andere Wege: Studierende können nach ihrem Abschluss direkt in den Beruf einsteigen oder ein Masterstudium anschließen. Auf seinem Karriereweg zum Beamten durchläuft Gerrit verschiedene Stationen, um in unterschiedlichen Fachrichtungen einsatzbereit zu sein. Im Innenministerium war er unter anderem in der Fachaufsicht für das LVermGeo SH tätig und stand dort im Austausch mit verschiedenen Bundesländern, Arbeitsgruppen sowie Bürgerinnen und Bürgern. "Man bekommt unglaublich viele Einblicke und lernt verschiedene Arbeitsweisen kennen."

Arbeit mit Wirkung

Besonders schätzt Gerrit die Zeit im Außendienst. "Draußen zu arbeiten, eigenständig unterwegs zu sein – das macht einfach Spaß", findet er. Für ihn ist die Arbeit dabei mehr als nur Vermessung. "Geodaten liefern die Grundlage für zahlreiche Entscheidungen." Im Katastrophenschutz nutzen Einsatzkräfte die Daten zur schnellen Orientierung. Aber auch in der Infrastrukturplanung geben sie Auskunft darüber, wo neuer Wohnraum oder erneuerbare Energien ausgebaut werden können. "Ohne verlässliche Geoinformationen wären solche Planungen kaum denkbar."

Ein Regal, in dem Koffer liegen.
Top vorbereitet: Im Kieler Katasteramt liegen alle Utensilien für die Einsätze an der frischen Luft griffbereit.

Mit Genauigkeit zum Erfolg

Wer sich für diesen Weg interessiert, sollte technisches Verständnis mitbringen, empfiehlt Gerrit. "Auch Genauigkeit ist entscheidend – sowohl bei der Vermessung als auch bei der Auswertung oder beim Programmieren", sagt er. Ebenso wichtig sei Teamarbeit: "Gemeinsam lernen wir aus Fehlern und unterstützen uns." Gerrits Rat: "Ein Praktikum oder eine Ausbildung vorab ist sehr sinnvoll", betont er. "Man bekommt direkte Einblicke und weiß besser, was einen im Studium erwartet."

Mehr Informationen zum dualen Studium im Vermessungswesen

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