Wie können die Potenziale von Künstlicher Intelligenz genutzt werden, ohne dabei Nachhaltigkeit, Sicherheit und Transparenz aus dem Blick zu verlieren? Dies war eine der Kernfragen, mit dem sich das Coding.Waterkant Festival 2026 auf dem ehemaligen MFG5-Gelände in Kiel-Holtenau beschäftigt hatte.
Das Coding Camp brachte fünf Tage lang Entwickler, Studierende, Gründer, Forschende und Tech-Enthusiasten zusammen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Teilnehmende – aus Schleswig-Holstein, aber auch bundes- und europaweit – konnten eigene Projekte mitbringen, sich bestehenden Teams anschließen oder vor Ort neue Ideen entwickeln. So entstanden Prototypen, Anwendungen und Lösungsansätze, die zum Abschluss der Woche präsentiert wurden.
Thematisch spannte Coding.Waterkant 2026 den Bogen von Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Open Source über moderne Cloud-Infrastrukturen bis hin zu Green Coding. Gemeinsam mit dem DigitalHub.SH setzte die Veranstaltung in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf ressourcenschonende Software und energieeffiziente digitale Lösungen.
Verantwortung für die digitale Zukunft übernehmen
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter eröffnete als Schirmherr das Festival und hob in seiner Begrüßung sowie im anschließenden Gespräch mit Anja Voß (DigitalHub.SH) die besondere Atmosphäre des Festivals hervor. "Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammenkommen und ihr Wissen teilen. Alle Teilnehmende haben nicht nur Fachwissen, sondern eine hohe Motivation, voneinander zu lernen, auszuprobieren und zu Netzwerken", sagte Minister Schrödter. "Wir unterstützen als Land dieses Format sehr bewusst. Nicht nur, weil hier spannende Projekte entstehen können. Sondern weil hier etwas entsteht, das mindestens genauso wichtig ist: eine Community, die Wissen teilt, voneinander lernt und gemeinsam Verantwortung für die digitale Zukunft übernimmt. Genau das braucht ein Innovationsland wie Schleswig-Holstein."
Kerngedanke von Open Source prägt das Festival
Ebenso sei, sagte Schrödter, beim Festival der Kerngedanke von Open Source erkennbar – Transparenz, Gemeinsamkeit. Partizipation. Innovation. Schleswig-Holstein geht konsequent den Weg in die echte digitale Souveränität durch Open-Source-Lösungen – LibreOffice statt Microsoft Office. Open-Xchange statt Outlook, Nextcloud statt SharePoint, Nubus statt Microsoft Active Directory und Opentalk als Videokonferenzlösung.
Zugleich spiegelt sich das diesjährige Schwerpunktthema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auch in der Digitalstrategie sowie einer eigenen Green-IT-Strategie des Landes wider: Green-IT verbindet die Digitalisierung der Verwaltung mit konsequentem Klimaschutz, indem gezielt Maßnahmen für eine ökologisch verantwortungsbewusste digitale Transformation unterstützt werden.
Workshops von KI-Sicherheit bis Software Infrastruktur
Zu den diesjährigen Keynote-Speaker gehörten Anita Schüttler, Co-Chair des Bundesverbands Green Software sowie Sven Großmann von Grafana Labs. In ihrer Keynote "Using AI Without Setting the World on Fire" zeigte Schüttler, wie sich KI-Anwendungen nachhaltiger gestalten lassen und welche Rolle Green Software dabei spielt. Großmann beleuchtete in seinem Vortrag "Hacking Google and Watching Agents: The New Realities of AI Security & Observability" aktuelle Herausforderungen rund um Sicherheit, Überwachung und Transparenz moderner KI- und Agentensysteme.
Die Workshops reichten von KI-Sicherheit über Software-Infrastruktur bis zu KI-Zahlungen sowie weiteren Workshops zu Machine Learning, Open Source und aktuellen Trends. Coding.Waterkant versteht sich als offenes Innovationslabor und schafft Raum für praktisches Lernen, fachlichen Austausch und neue Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Community. Durch die Verbindung aus konzentrierter Projektarbeit, Workshops und informellen Begegnungen entstehen neue Ideen, Partnerschaften und technologische Lösungen.
Hinweis zur Verwendung von Cookies
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: