Ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen ist in Deutschland immer noch mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden. In Schleswig-Holstein besteht mit dem startuphafen.sh aber eine innovative Lösung, die eine schnelle und digitale Unternehmensgründung Realität werden lässt. Die über das Landesprogramm Offene Innovation mit rund 350.000 Euro unterstützte Plattform führt Informations-, Beratungs- und Verwaltungsangebote zusammen. Sie macht Unternehmensgründungen nicht nur schneller, sondern auch einfacher und nutzerfreundlicher. Der startuphafen.sh bündelt alle Anlaufstellen zur Unternehmensgründung in einem Portal.
Startschuss des gemeinsamen Projektes vom Amt Eiderstedt, dem IT-Unternehmen PCT digital aus Kiel und der IHK Flensburg war im Frühjahr 2025. Jetzt kamen die Projektbeteiligten wieder in Husum zusammen, um die Fortschritte und Weiterentwicklungen von startuphafen.sh vorzustellen. Zu den Erweiterungen zählen unter anderem ein KI Chatbot, der beim Formulieren und Ausfüllen unterstützt, eine Gewerbe Um- und Abmeldung, die Anbindung an die Bundesnotarkammer sowie die Möglichkeit, dass neben Einzelunternehmen auch Kapitalgesellschaften das Angebot der Plattform nutzen können.
Innovative Open-Source-Lösung aus Schleswig-Holstein
Minister Dirk Schrödter, der auch beim ersten Launch-Event vor etwas über einem Jahr die Keynote gehalten hat, freute sich, mit dem startuphafen.sh ein wichtiges Signal an die Bundespolitik senden zu können: "Digitalpolitik ist heutzutage Machpolitik. Daher geht es um die Frage, wie wir uns im digitalen Raum aufstellen, wie wir unseren Staat modernisieren und digital unabhängig machen. Davon hängt unsere Handlungsfähigkeit und auch das Vertrauen der Menschen in den Staat und die Demokratie ab. In Schleswig-Holstein haben wir uns auf den Weg begeben, echte digitale Souveränität durch den Einsatz von Open Source Lösungen zu erreichen. Zentrale Bausteine dabei sind unsere Open Innovation und Open Source Strategie, der DigitalHub.SH und das Landesprogramm Offene Innovationen. Hier entwickelt die heimische Digitalwirtschaft gemeinsam mit Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen innovative, nachnutzbare Open-Source-Lösungen. Eines dieser herausragenden Projekte ist Startuphafen.SH. Ich bin beeindruckt, wie sich das Projekt etabliert und weiterentwickelt hat sowie eine bundesweite Erfolgsgeschichte schreibt. Wir senden über die Landesgrenzen hinaus ein echtes Signal für innovative Open-Source-Lösungen made in Schleswig-Holstein."
Pionierregion beim bundesweiten Projekt "Schneller Gründen"
Als Leuchtturmprojekt bezeichnete der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK-Flensburg Wilhelm Lumbeck den startuphafen.sh und wies daraufhin, dass Nordfriesland eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten Projekt "Schneller Gründen" des Digitalministeriums sei. Darauf könne man stolz sein – wie auch auf die vielen neuen Module und Features, die beim Launch-Event gezeigt wurden.
Matthias Hasse, Direktor des Amtes Eiderstedt, das als Projektträger Initiator und Pionier des startuphafen.sh ist, pflichtete bei und ergänzte: "Prozesse zu standardisieren und zu vereinfachen, kann helfen, Bürokratie smarter zu machen. Wer gründen möchte, für den muss es einfach werden, das sei die Devise des Teams des startuphafen.sh", sagte Hasse. Das sei die primäre Zielgruppe wie auch die landesweite Nachnutzung. Dafür lohne sich der Aufwand.
Technologieoffenheit und digitale Kompetenz in Nordfriesland
Mittlerweile ist die Gründungs- und Nachfolgeplattform startuphafen.sh auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt, berichtete Head of Sales und Geschäftsführer PCT digital, Thomas Tucker. Parallel den Rollout in Schleswig-Holstein zu organisieren und auch im Projekt des Bundes Schneller Gründen mit Nordfriesland als eine von acht Pilotregionen dabei zu sein, sei Ehre und Herausforderung zugleich. "Nordfriesland", sagte Tucker, "zeichnet sich durch hohe Technologieoffenheit und digitale Kompetenz aus".
Es sei sehr motivierend zu sehen, wie in ganz Schleswig-Holstein Kommunen, Kammern, Landesregierung und Gründer an einem Strang ziehen berichteten die Kollegen von PCT digital. Isabel von Blomberg, ebenfalls Geschäftsführerin PCT digital, zeigte die neuen Tools des startuphafen.sh sowie in der Demoversion der Plattform eine Gründung im Bereich des Handwerks. Mit der Anbindung an die Bundesnotarkammer sowie an die Handwerkskammern, aber auch mit dem Rollout über die Kreise und Städte in Schleswig-Holstein wird die digitale Gründung weiter erleichtert. Mit der Erweiterung des startuphafen.sh, der jetzt die landesweite IT-Infrastruktur nutzt, sind echte digitale Mehrwerte für Gründerinnen und Gründer, aber auch Nachfolgeinteressierte geschaffen worden.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: