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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Gemeinsam gegen Rassismus

Vor fünf Jahren hat Schleswig-Holstein den Landesaktionsplan gegen Rassismus verabschiedet. In Kiel haben Landesdemokratiezentrum und Landespräventionsrat nun im Beisein von Ministerpräsident Günther eine erste Bilanz gezogen.

Letzte Aktualisierung: 30.06.2026

Der Ministerpräsident steht am Rednerpult und spricht zu Menschen.
Ministerpräsident Daniel Günther rief dazu auf, sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Herabwürdigung in jeder Form stark zu machen.

Rassismus zeigt sich auf vielfältige Weise: durch Beleidigungen, Ausgrenzung oder Benachteiligung bestimmter Gruppen bis hin zu schwerwiegenden Straftaten. 2021 setzte Schleswig-Holstein als eines der ersten Bundesländer mit einem eigenen Landesaktionsplan (LAP) gegen Rassismus ein klares Zeichen gegen rassistische Diskriminierung und für Vielfalt, Toleranz und Respekt.

Fünf Jahre später haben nun der Landespräventionsrat und das Landesdemokratiezentrum Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Landtagsfraktionen und die Landesbeauftragten eingeladen, gemeinsam die bisherige Antirassismusarbeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln. "Wir wollen ein freies und offenes Land sein, in dem alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrem Glauben mit Respekt voreinander und ohne Diskriminierung leben können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther am Abend im Wissenschaftszentrum in Kiel. "Rassismus, Ausgrenzung und Herabwürdigung haben bei uns keinen Platz. Mit dem Landesaktionsplan bündeln wir unsere Anstrengungen und arbeiten eng mit vielen Partnerinnen und Partnern aus der Zivilgesellschaft zusammen."

Weiterentwicklung des LAP

Fachlich begleitet wurde der Austausch durch ein Evaluationsteam des Instituts für Mensch, Arbeit & Psychologie (IMAP). Das Ziel: Auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um den Landesaktionsplans zu verbessern. Schleswig-Holstein knüpft damit an die Entwicklungen auf Bundesebene an, auf der seit Ende des vergangenen Jahres eine Neuauflage des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus verfolgt wird. "Wir haben in den Landesbehörden, bei der Landespolizei und in den Schulen schon eine starke Sensibilität für Rassismus und Diskriminierung. Gleichzeitig wissen wir: Es gibt noch mehr zu tun. Deshalb entwickeln wir den Landesaktionsplan gemeinsam weiter – damit Schleswig-Holstein auch in Zukunft ein weltoffenes, vielfältiges und respektvolles Land bleibt."

Konkrete Projekte gegen Rassismus

"Gemeinsam verschieden – Für Vielfalt, Toleranz und Respekt in Schleswig-Holstein" ist der Titel des offiziellen Landesaktionsplans gegen Rassismus. Der LAP umfasst mehr als 150 Vorhaben gegen Rassismus und basiert auf drei Säulen:

  • Schutz: Prävention und Schutz vor rassistischer Diskriminierung auf individueller und institutioneller Ebene
  • Bildung: Stärkung von Demokratiebildung und rassismuskritischer Aufklärungsarbeit in Schulen und der politischen Bildung
  • Zivilgesellschaft: Förderung des gesellschaftlichen Engagements gegen Rassismus und für den Zusammenhalt. 

Den gesamten Landesaktionsplan gegen Rassismus als PDF-Datei oder in einer interaktiven Version finden Sie hier.

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