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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Pläne machen Zukunft

In seiner Ausbildung zum Bauzeichner arbeitet Lukas Schnoor beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) an den Straßen von morgen mit.

Letzte Aktualisierung: 03.06.2026

Ein junger Mann sitzt an seinem Schreibtisch und telefoniert.
In seiner Ausbildung zum Bauzeichner arbeitet Lukas Schnoor eng mit den Bauingenieurinnen und -ingenieuren vom LBV.SH zusammen.

Er bringt Planung präzise auf's Papier: Als angehender Bauzeichner schafft Lukas Schnoor die Grundlage für Straßenbauprojekte in ganz Schleswig-Holstein. Seit Sommer 2024 absolviert der 22-Jährige seine Ausbildung beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH).

Karriere beim Land Schleswig-Holstein

Ursprünglich hatte Lukas eine handwerkliche Laufbahn eingeschlagen. In seiner Ausbildung zum Tischler lernte er nicht nur den Umgang mit Holz, sondern entdeckte auch seine Begeisterung für das Zeichnen. "Das hat mir schon damals besonders viel Spaß gemacht", erinnert er sich. Aber auch das Interesse an Planung und Gestaltung blieb hängen. Auf der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven stieß der Schleswig-Holsteiner dann im Internet auf die Ausbildung im öffentlichen Dienst.

Zeichnen mit speziellen Programmen

Während Lukas in seiner Ausbildung zum Tischler noch klassisch per Hand zeichnete, passiert das heute nur noch am Rechner. Mithilfe spezieller Programme erstellt er detaillierte Baupläne für Straßenbauprojekte im ganzen Land. "Man zeichnet aber nicht einfach drauf los", sagt der 22-Jährige. Die Bauigenieurinnen und -ingenieure liefern die Anforderungen, die Lukas dann in seinem Bauplan abbildet. Am Anfang steht meist ein Überblick: Wo verläuft die Straße? Wie lang ist die Strecke? Daraus entstehen dann digitale Übersichtspläne – die Grundlage für alle weiteren Planungs- und Bauschritte.

Wichtige Grundlage für Bauarbeiten

Auch wenn der Arbeitsalltag überwiegend im Büro stattfindet, geht es für Lukas gelegentlich gemeinsam mit den Bauingenieurinnen und -ingenieuren auf die Baustelle. Dort kann der 22-Jährige direkt sehen, wie aus seinen Plänen Straßen und Bauwerke entstehen. "Wir bringen die Informationen so aufbereitet zusammen, dass die Bauarbeiterinnen und -arbeiter auf der Baustelle loslegen können", erzählt er. Ohne die Arbeit der Bauzeichnerinnen und Bauzeichner kann also kein Bauprojekt starten.

Austausch mit anderen Auszubildenden

Ein junger Mann steht an einem Stehschreibtisch und schaut auf den Computerbildschirm.
Alles digital: Als Bauzeichner zeichnet Lukas seine Baupläne mithilfe spezieller Programme am Computer.

Wenn Lukas nicht gerade im Büro oder auf der Baustelle ist, dann besucht er den Blockunterricht am Berusbildungszentrum in Rendsburg. Während dieser Theoriephasen lebt er gemeinsam mit anderen Bauzeichnerinnen und Bauchzeichnern aus ganz Schleswig-Holstein in einem Internat. Der Unterricht ist breit gefächert: Neben fachlichen Inhalten stehen auch Wirtschaft/Politik und Kommunikation auf dem Stundenplan. Im dritten Ausbildungsjahr folgt die Spezialisierung. Lukas kann dann seinen Schwerpunkt wählen, etwa im Tief- und Straßenbau oder in der Architektur.

Auslandspraktikum in Spanien

Ein besonderes Highlight steht dem Schleswig-Holsteiner noch bevor: Im September wird Lukas für drei Wochen ein Auslandspraktikum in Valencia (Spanien) absolvieren. Dort hat er die Gelegenheit, neue Bau- und Planungsweisen kennenzulernen. Dieser Aufenthalt ermöglicht ihm das EU-Programm "Erasmus+". Der LBV.SH stellt den 22-Jährigen für diese Zeit frei – eine wertvolle Chance, um dazuzulernen.

Tipps für Interessierte

Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte mehr als nur Freude am Zeichnen haben, betont der 22-Jährige. Ein technisches Verständnis, mathematisches Grundverständnis und räumliches Denkvermögen helfen ebenso bei der Arbeit. Lukas empfiehlt außerdem, vorab ein Praktikum zu absolvieren. "Der Beruf findet überwiegend im Büro statt", erzählt Lukas. "Wer viele Baustellenbesuche erwartet, könnte überrascht sein." Ein Praktikum an den LBV.SH-Standorten in Flensburg, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck kann somit helfen, ein realistisches Bild vom Berufsalltag zu bekommen.

Mehr Informationen zur Ausbildung

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