Für seinen Einsatz für digitale Souveränität, offene Technologien und das Recht, frei über die digitalen Lösungen zu entscheiden, hat Digitalisierungsminister Dirk Schrödter den Libre Preis 2026 erhalten. Der Libre Preis, auch bekannt als der dänische Digitale Freiheitspreis, wird an Einzelpersonen, Organisationen oder Initiativen verliehen, die sich für Menschenrechte, Demokratie, Offenheit und Transparenz im digitalen Zeitalter einsetzen. Dirk Schrödter hat die Auszeichnung in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen überreicht bekommen. Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister erhielt den Libre Preis laut Jury für eine der konkretesten und praxisnahesten Initiativen Europas zur Stärkung digitaler Souveränität.
Echter Systemwechsel hin zu offenen und freien IT-Alternativen
"Dirk Schrödter zeigt, dass digitale Souveränität nicht nur ein Thema für große Reden ist. Sie lässt sich ganz praktisch umsetzen. Er hat gezeigt, dass Digitalisierung eine Frage von Macht, Verantwortung und Freiheit ist – und dass öffentliche Verwaltungen sich für offene Lösungen entscheiden können, die Demokratie und Bürgerrechte stärken", erklärte Lisbeth Bech-Nielsen, Vorsitzende des Jurykomitees des Libre Preises und Mitglied im dänischen Parlament (Folketing). In Schleswig-Holstein habe Schrödter einen echten Systemwechsel eingeleitet – weg von geschlossenen Lösungen großer Technologiekonzerne und hin zu offenen und freien Alternativen im öffentlichen Sektor.
Anerkennung für großes Engagement
"Der Libre Preis ist für mich eine große Freude und Ehre. Er ist zugleich eine sichtbare Anerkennung für das große Engagement, den Mut und die Beharrlichkeit aller Mitarbeitenden in unserer Landesverwaltung, bei unserem IT-Landesdienstleister, den Herstellern der Open-Source-Lösungen bis hin zu den Partnern in ganz Europa, digitale Souveränität erfolgreich umzusetzen", sagte Minister Schrödter. "Der Libre Preis steht für eine technologische Leistung und für die Überzeugung, dass Freiheit, Demokratie und Souveränität zunehmend davon abhängen, ob wir unsere digitalen Infrastrukturen selbst gestalten und kontrollieren können. Open Innovation ermöglicht es demokratischen Staaten, Verwaltungen, Institutionen und Unternehmen, über Grenzen hinweg gemeinsam an vertrauenswürdigen Technologien zu arbeiten. Open Source ist daher Ausdruck demokratischer Werte. Diese Auszeichnung bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass die digitale Zukunft Europas den Werten von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung verpflichtet bleibt."
Libre Preis würdigt Menschen und Initiativen, die digitale Freiheitsrechte verteidigen
Der Libre Preis ist mit 10.000 Dänischen Kronen dotiert, die das Komitee an LibreOffice – The Document Foundation spendet. Zwischen dem Libre Preis und der Organisation besteht – abgesehen vom Namen – keine Verbindung. Neben Minister Schrödter waren folgende Personen und Initiativen für den Libre Preis 2026 nominiert: die Medienplattformen Zetland und Third Ear für die Artikelserie "Operation Pellegrino", das Danish Cyber Team, dänisches Nachwuchsteam im Bereich Cyber-Sicherheit, und Michael Ørnø, Direktor der Behörde für staatliche IT-Dienstleistungen. Alle diesjährigen Nominierten eint laut Jury ihr Einsatz für eine freiere, sicherere und demokratischere digitale Gesellschaft.
Im Rahmen der Preisverleihung wurde außerdem der Ehrenpreis des Libre Prize verliehen. Die Auszeichnung erhielt Bo Fristed, stellvertretend für die Kommune Aarhus und das OS2-Netzwerk, für den langjährigen Einsatz zur Förderung offener Lösungen im öffentlichen Sektor sowie für die Einführung von Open Source im Bereich Kultur und Bürgerservice der Kommune Aarhus.
Weitere Informationen
Der Libre Preis würdigt seit 2020 Menschen und Initiativen, die digitale Freiheitsrechte verteidigen – in einer Zeit, in der Technologie die Gesellschaft, die Demokratie und den Alltag immer stärker prägen. Bisherige Preisträger waren: Datenschutzaktivist Max Schrems (2023), Meta Whistleblowerin Frances Haugen (2022), die ehemalige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager (2021) und der Journalist Jakob Sorgenfri Kjær (2020).
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