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Kampagnenstart für "KommKlar SH"

Bei einer Pressekonferenz im Kieler Landeshaus haben Ministerpräsident Daniel Günther und Innenministerin Magdalena Finke die Informationskampagne "KommKlar SH" vorgestellt. Sie soll die Bevölkerung für die Eigenversorgung im Ernstfall sensibilisieren.

Letzte Aktualisierung: 23.03.2026

Gruppenbild
Zum Kampagnenstart positionierten sich mehrere Unterstützerinnen und Unterstützer vor dem Landeshaus in Kiel.

Im Krisen- und Katastrophenfall ist es entscheidend, gut vorbereitet zu sein – insbesondere dann, wenn die Strom- und Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet ist.

Mit einer breit getragenen Kampagne informiert die Landesregierung nun über die Vorsorge für den Ernstfall. In Kiel stellten Ministerpräsident Daniel Günther und Innenministerin Magdalena Finke die Informationskampagne "KommKlar SH" vor. "Wir wollen die Menschen in Schleswig-Holstein für den Bevölkerungsschutz sensibilisieren", sagte Günther bei der Pressekonferenz im Kieler Landeshaus.

Mindestens 72 Stunden Selbstversorgung

"Für Krisensituationen ist es wichtig, dass wir alle uns mindestens 72 Stunden selbst versorgen können. Jede und jeder Einzelne muss die eigene Vorsorge ernst nehmen und im Ernstfall handlungssicher sein", sagte der Regierungschef. In den ersten drei Tagen einer Katastrophe konzentrierten sich die Einsatzkräfte vor allem auf akut bedrohte Menschen, betonte Günther. Außerdem gehe es in dieser Zeit vor allem darum, die kritische Infrastruktur zu stabilisieren, etwa Krankenhäuser oder die Strom- und Wasserversorgung. Deshalb sei es wichtig, sich selbst vorzubereiten, um den Helferinnen und Helfern im Notfall den Rücken freizuhalten.

Veränderte Sicherheitslage

Der mehrtägige Stromausfall in Berlin im Januar habe gezeigt, wie verwundbar die kritische Infrastruktur und wie groß die Notwendigkeit sei, besser in den Katastrophenschutz sowie die Krisenvorsorge zu investieren, sagte Günther. "Ich bin mir sicher: Schleswig-Holstein kommt in jeder Lage klar, weil wir unsere Pläne gemeinsam konsequent und unaufgeregt umsetzen."

Schon viel erreicht

So habe das Land bis jetzt bereits mehr als 1.100 Notfallinfopunkte als Anlaufstelle für die Bevölkerung eingerichtet und fördere den Aufbau eines Sirenennetzes, informierte der Ministerpräsident. Nun sei es an der Zeit, dass der Bund die Länder und Kommunen stärker unterstütze. "Wir müssen unsere Drohnenabwehr konsequent voranbringen, Verfahren beschleunigen und bürokratische Hindernisse abbauen, um beispielsweise Bauten wie Schutzräume schneller voranbringen zu können."

Breite Unterstützung

Drei Personen sitzen an einem Pult bei einer Pressekonferenz. Eine Person spricht ins Mikrofon, die anderen beiden schauen sie an. 
Auch Kirsten Bruhn (r.), Paralympics-Siegerin und künftige Ehrenbürgerin des Landes, unterstützt die Kampagne.

Der Regierungschef bedankte sich auch bei den haupt- und ehrenamtlichen Kräften im Land für die Unterstützung. Bereits jetzt beteiligten sich mehr als 30 Institutionen und Verbände aus Schleswig-Holstein. Innenministerin Magdalena Finke betonte: "Es ist ein tolles Zeichen, dass so viele diese Kampagne unterstützen. So erreichen wir sehr viele Menschen im ganzen Land." Zu den Unterstützenden gehört etwa die Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn, das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk sowie die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein.

Weitere Vorhaben

Die Kampagne sei ein wichtiger Baustein der Gesamtstrategie, allerdings gehe es beim Bevölkerungsschutz um mehr als Eigenvorsorge. "Natürlich bereitet sich das Land ebenfalls weiter konsequent vor", ergänzte Finke. "Dafür haben wir unter anderem die Taskforce Zivile Verteidigung gegründet." Diese unterstützt die Bundeswehr bei der Umsetzung des Operationsplans Deutschland in Schleswig-Holstein. Der Plan verknüpft die zivile und militärische Verteidigung und wurde vom Territorialen Führungskommando der Bundeswehr erarbeitet.

Mehr Informationen

"KommKlar SH" ist nun auf Anzeige- und Werbetafeln im ganzen Land zu sehen. Zudem informieren Social-Media-Kanäle auf Instagram, Facebook und TikTok über die Eigenversorgung im Ernstfall.

Weitere Informationen zur Kampagne

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