WISCHHAFEN. Ein gut fünf Kilometer langes Tunnelbauwerk unter der Elbe zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen hat das erste wichtige Ziel erreicht. Im niedersächsischen Wischhafen wurde heute (17. August) der symbolische Schlusspunkt unter den Tunnelvortrieb gesetzt. In zwei Jahren soll über die neue Stromtrasse Suedlink Windstrom aus Schleswig-Holstein in den Süden transportiert werden. "Damit hat ein zentrales Projekt der Energiewende in Deutschland einen wichtigen Meilenstein erreicht"
, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther heute (17. August) in Wischhafen. Gemeinsam mit Niedersachsens Energieminister Christian Meyer und Ina Kamps, Chief Operating Officer bei Tennet Germany, würdigte er das Tunnelbauwerk "ElbX".
"In Schleswig-Holstein sind wir stolz, dass die neue Stromautobahn bei uns in Wewelsfleth beginnt. Der Abschnitt unter der Elbe ist das Herzstück der Trasse, und mit dem Tunneldurchbruch ist sie ihrer Fertigstellung ein großes Stück nähergekommen"
, so Günther. Nicht nur der Norden profitiere von den Fortschritten beim Netzausbau und insgesamt bei der Energiewende. "Projekte wie Suedlink machen uns in Deutschland und Europa bei der Energieversorgung generell unabhängiger und resilienter. Sie machen die Erneuerbaren als heimische Energiequelle verlässlicher. All das hilft dabei, dass wir weniger angreifbar und verletzlich sind"
, so der Regierungschef.
Nun sei ein zentraler Schritt getan, damit Suedlink bereits 2028 in Betrieb gehen könne. "Damit wird die Abregelung von erneuerbarem Strom in unserem Land weiter sinken"
, sagte Günther. Der neue Hochspannungsanschluss senke die Kosten der Energiewende und steigere damit die Akzeptanz in der Bevölkerung. Durch die verbesserte Netzinfrastruktur könne Schleswig-Holstein Unternehmen, Rechenzentren und Batteriespeicher gezielt an Umspannwerke anbinden und so weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien ermöglichen. "Ein gut ausgebautes Stromnetz ist ein entscheidender Standortfaktor für Investitionen"
, so Günther.
Der Ministerpräsident dankte allen Akteuren für die gute Zusammenarbeit. Die gemeinsame Vertretung norddeutscher Interessen gegenüber dem Bund sei entscheidend, um stabile Rahmenbedingungen für den Netzausbau zu schaffen.
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