LABOE. Staatssekretär Dirk Schrödter hat dafür geworben, Inklusion und den Abbau von Barrieren bei allen Themen der Kommunalpolitik mitzudenken und mitzuplanen. "Jeder ist aufgerufen zu überlegen, welche Projekte zu seinem Ort passen könnten
", sagte er heute (29. November) zur offiziellen Freigabe eines barrierefreien Strandzugangs in Laboe. Das Land hatte den Umbau mit gut 100.000 Euro aus dem Fonds für Barrierefreiheit unterstützt.
"Mit diesem barrierefreien Strandzugang ermöglicht die Gemeinde Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Strand und zum Meer
", so der Chef der Staatskanzlei. Laboe sei bei der baulichen Barrierefreiheit schon sehr weit: Promenade, Fußgängerzone, Anleger und sanitäre Anlagen seien mittlerweile barrierefrei. Der umgebaute Zugang auf den Strand bis zur Wasserlinie bilde nun den Lückenschluss: "Unser Ziel ist es, insbesondere vollständige Nutzerketten zu schaffen. Der barrierefreie Strandzugang ist dafür ein hervorragendes Beispiel, das wir gern gefördert haben.
"
Wie Schrödter weiter sagte, stehen im Fonds für Barrierefreiheit ab dem kommenden Jahr zusätzlich fünf Millionen Euro bereit, mit denen in Gemeinden, Städten, Ämtern und Kreisen inklusive Sozialräume gefördert werden. Darüber hinaus habe die Landesregierung beschlossen, ab 2022 1,5 Millionen Euro für neue Einzelvorhaben zum Abbau von physischen Barrieren bereitzustellen. Der Landtag werde darüber im Dezember beraten. Schrödter: "Inklusion und Teilhabe funktionieren nur, wenn alle baulichen Voraussetzungen erfüllt sind. Inklusion ist nicht nur ein Gebot der Solidarität – Inklusion ist ein Menschenrecht
."
Das Land hat seit 2019 aus dem Fonds für Barrierefreiheit mit fast zehn Millionen Euro 155 Projekte unterstützt. Dazu zählen Modernisierungen, Umbauten oder Sanierungen zur barrierefreien Umgestaltung von Gebäuden, aber auch nichtinvestive Projekte wie Veranstaltungen oder Fortbildungen zu den Themen Inklusion und Barrierefreiheit.
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