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Thema : Tierschutz

Katzen

Katzen sind für viele Menschen faszinierende Tiere und liebgewonnene Hausgenossen. Sie können ab einem Alter von ca. sechs Monaten geschlechtsreif werden.

Letzte Aktualisierung: 02.02.2022

Von einer nicht kastrierten Katze und deren Jungen kann es innerhalb eines Jahres bis zu 35 Nachkommen geben. Neben Katzen aus Privathaushalten gibt es Populationen freilebender Katzen in örtlich unterschiedlichem Umfang, die nicht an den Menschen gebunden sind, aber ebenfalls von Katzen aus Privathaushalten abstammen und zur Vermehrung der Katzenpopulationen beitragen. Dies ist problematisch, weil freilebende Katzen oft nicht ausreichend Nahrung finden, häufig krank oder verletzt sind und daher auf die Fürsorge von Menschen angewiesen sind. Zu viele freilebende Katzen können außerdem die Populationen von Wildvögeln und anderen Kleintieren beeinflussen.

Aktion zur Kastration von freilebenden Katzen 2022

Auch 2022 unterstützt das Land Schleswig-Holstein die Aktion zur Kastration von freilebenden Katzen. Ab dem 17. Oktober 2022 können herrenlose Katzen, die sich nicht in menschlicher Obhut befinden, in Teilen Schleswig-Holsteins kastriert werden. Die dabei entstehenden Kosten werden über einen von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet. Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, der Tierärzteschaft, der kommunalen Familie, des Landesjagdverbands und des Landes Schleswig-Holsteins. Das Angebot richtet sich vor allem an Tierschutzvereine, aber auch an andere Überbringer aufgefundener Katzen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Aktion ist, dass die Katzen in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden und dass von denjenigen, die eine Katze zur Kastration bringen, ein dafür vorbereiteter Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird, dass es sich um eine freilebende Katze handelt.

Die erforderlichen Dokumente (Liste der teilnehmenden Gemeinden, Vordruck, Datenschutzerklärung) finden Sie hier:

Liste der teilnehmenden Gemeinden (PDF, 264KB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm)

Vordruck (PDF, 124KB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm)

Datenschutzerklärung (PDF, 88KB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm)

und auf der Internetseite der Tierärztekammer.

Die Kosten werden dann in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch eine Spende (Honorarverzicht) der durchführenden Tierärztin bzw. des durchführenden Tierarztes, die Restkosten von 59 Euro bzw. 115 Euro - je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt - werden über den Fonds finanziert. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Die Kastration ist bis zum 14. November 2022 geplant. Sollten die finanziellen Mittel im Fonds allerdings früher als geplant ausgeschöpft sein, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet.

Weitere Informationen

Katzen

Handeln Sie jetzt

Zu einer verantwortungsbewussten Katzenhaltung gehören neben medizinischen Maßnahmen wie Impfungen und Parasitenbehandlung die Kastration der Katze vor der Geschlechtsreife.

Deshalb: Seien Sie bitte verantwortungsbewusst und handeln Sie!

Katzen aus Privathaushalten

Spenden willkommen

Freilebende Katzen

Verordnungsermächtigung für die Kommunen

§ 13 b Tierschutzgesetz räumt den Ländern die Möglichkeit ein, für bestimmte Gebiete z.B. den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen zu verbieten oder zu beschränken oder eine Kennzeichnung und Registrierung der dort gehaltenen Katzen, die unkontrollierten freien Auslauf haben können, vorzuschreiben, sofern andere Maßnahmen nicht greifen. Diese Verordnungsermächtigung kann auf andere Behörden übertragen werden.

Die Landesregierung hat von dieser Übertragungsermächtigung Gebrauch gemacht und eine Subdelegations-Verordnung beschlossen. Damit sollen die Kommunen in die Lage versetzt werden, auch mit diesem Instrument arbeiten zu können und Katzenhalterinnen bzw. Katzenhalter notfalls zum Tätigwerden zu verpflichten, wenn großen Katzenpopulationen regional nicht anders zu begegnen ist.

In einer Handreichung für Städte, Ämter und Gemeinden sind ein Muster-Verordnungstext sowie Erläuterungen und Hintergründe für die Erarbeitung kommunaler Katzenschutzverordnungen zusammen gefasst. Diese Unterlagen stehen zum Download nachstehend für Sie bereit.

Weitere Informationen

Handreichung für kommunale Katzenschutzverordnungen (4 Dateien im zip-Archiv)  (zip, 75KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Landesverordnung über die Übertragung der Ermächtigung zur Festlegung von Schutzgebieten für freilebende Katzen vom 25.11.2014  (PDF, 6KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Medieninformation vom 18.11.2014: Gegen das Katzenelend – Landesregierung gibt Kommunen rechtliche Möglichkeit zum Handeln

Fakten und Hintergründe

Krank, verletzt, verhungert, jeden Tag ums Überleben kämpfend und auf sich allein gestellt. So sieht das Leben einer freilebenden Katze in Deutschland aus.

Die Gesamtzahl der freilebenden Katzen in Schleswig-Holstein wird mit ca. 75.000 beziffert. Hinzu kommen die Katzen privater Halter in einer Größenordnung, die etwa dem Vierfachen entspricht. Und das Problem kann schnell größer werden, denn Katzen vermehren sich rasant.

Vermehrung

Kastration

Chippen

Pilotprojekt gegen Katzenelend 2014/15

Kommunen, Land, Tierschutzverbände, Tierärzteschaft und Landesjagdverband haben mit der gemeinsamen Aktion "Pilotprojekt gegen Katzenelend in Schleswig-Holstein" in den Jahren 2014/15 zur Kastration von Katzen aufgerufen. Bei Entwicklung des landesweiten Modells war man von Erfahrungen im Kreis Nordfriesland ausgegangen. Was auf Kreisebene bereits gelungen war, zeigte entsprechende Erfolge auch auf Landesebene: In drei Aktionszeiträumen wurden zwischen Herbst 2014 und Herbst 2015 insgesamt 7.428 Katzen kastriert. Das Ziel bei Start des Projektes waren 5.000 Katzen gewesen.

Bei dem landesweit einheitlichen, gemeinsamen Vorgehen ging es darum, eine Veränderung im Bewusstsein der Menschen anzustoßen und Sie als Halterin oder Halter einer Katze dafür zu gewinnen, Ihr Tier kastrieren zu lassen.

Partner

Evaluation

Weitere Informationen

Medieninformation vom 21.10.2015: Herbstaktion im Pilotprojekt gegen Katzenelend endet vorzeitig

Medieninformation vom 15. Oktober 2015: "Pilotprojekt gegen Katzenelend: Herbstaktion 2015 ist gestartet"

Medieninformation vom 7. September 2015: „Pilotprojekt gegen Katzenelend geht in die nächste Runde – Silke Schneider besucht Katzenhilfe in Itzehoe"

Medieninformation vom 23.02.2015: Pilotprojekt gegen Katzenelend: Fonds wegen hoher Nachfrage vorzeitig ausgeschöpft

Medieninformation vom 28.01.2015: Pilotprojekt gegen Katzenelend: Kastration von Katzen wird wieder finanziell unterstützt - Spenden willkommen

Zusatzvereinbarung zum Pilotprojekt gegen Katzenelend in Schleswig-Holstein vom Januar 2015  (PDF, 13KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Medieninformation vom 13.10.2014: Schleswig-Holstein startet Pilotprojekt gegen Katzenelend

Vereinbarung "Pilotprojekt gegen Katzenelend in Schleswig-Holstein" vom Oktober 2014  (PDF, 24KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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