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Thema : Pflege

Stärkung der häuslichen Pflege


Es ist ein wichtiges Ziel, die Unterstützungs- und Pflegeangebote weiterzuentwickeln sowie landesweit niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen aufzubauen.

Letzte Aktualisierung: 24.02.2026

Pflegerin unterstützt betagte Frau.
Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt Menschen in ihrem häuslichen Umfeld durch pflegerische, medizinische und alltagsnahe Betreuung.

Viele ältere Menschen möchten auch bei Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten Wohnumgebung bleiben. Deshalb ist es ein wichtiges Ziel, die Unterstützungs- und Pflegeangebote weiterzuentwickeln sowie landesweit niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen aufzubauen.

Die Angebote sollten auf die Wünsche und Bedarfe der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet sein und gleichzeitig dazu dienen, pflegende und betreuende Angehörige bzw. Nahestehende zu unterstützen und zu entlasten. Die Erfordernisse bei der Versorgung demenzkranker Menschen sind dabei besonders zu berücksichtigen.

Die Sicherstellung der Pflege in Singlehaushalten, im ländlichen Raum und die Weiterentwicklung von Unterstützungsleistungen für pflegende und betreuende Angehörige bzw. Nahestehende sind für die Sicherstellung der häuslichen Pflege von besonderer Bedeutung. Hierbei sind die Erfordernisse bei der Versorgung demenzkranker Menschen besonders zu berücksichtigen. Die Demenz und der Schlaganfall sind zu den wichtigsten Einzelursachen für den Umzug in eine stationäre Einrichtung geworden.

Als Folge der steigenden Lebenserwartung ist auch der zunehmende Anteil älterer behinderter Menschen mit ihrem besonderen Unterstützungsbedarf verstärkt zu berücksichtigen. Weiterhin ist als Folge der Zuwanderung mit einer Steigerung des Anteils Pflegebedürftiger mit einem Migrationshintergrund zu rechnen, auch wenn der Anteil, der professionelle Hilfen in Anspruch nimmt, in Schleswig-Holstein noch gering ist.

Angebote im Vor- und Umfeld der Pflege wie z. B. Betreuungs- und Entlastungsangebote sind bei der Weiterentwicklung vorhandener Strukturen hin zu breit gefächerten nutzerorientierten Unterstützungsformen verstärkt ins Auge zu fassen. Wichtige pflegepolitische Ziele liegen darin, Prävention und Rehabilitation zu stärken sowie Versorgungsbrüche zu minimieren.

Anträge und Formulare des LASG können Sie hier herunterladen.

Wohnen bei Pflegebedürftigkeit

Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter und für Menschen mit Assistenzbedarf (KIWA)

Logo KIWA
KIWA ist die Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter und für Menschen mit Assistenzbedarf für ganz Schleswig-Holstein.

Demografischer Wandel und neue Lebenskonzepte

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und veränderter Lebenskonzepte ist es eine besondere Herausforderung, entsprechend den individuellen Wünschen und Be­dürfnissen leben und wohnen zu können und dies mit dem individuellen Unterstützungsbe­darf in Einklang zu bringen. 

Notwendige Weiterentwicklung der Wohnformen

Zur notwendigen Weiterentwicklung der Wohnformen in Schleswig-Holstein gehört an erster Stelle, die Informationen zu verbessern und den Verantwortlichen vor Ort die Realisierungsmöglichkeiten unterschiedlicher Wohn-, Pflege- und Betreuungsmöglich­keiten aufzuzeigen.

Rolle und Aufgaben der KIWA

Ein zentrales Instrument hierfür ist seit 2007 die Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter und für Menschen mit Assistenzbedarf (KIWA).

Aufgabe der KIWA ist eine landesweite, neutrale Beratung zur Förderung und Unterstüt­zung innovativer und besonderer Wohn-Pflegeformen für Menschen im Alter und für Men­schen mit Assistenzbedarf. Die KIWA informiert hierbei über neue Möglichkeiten des Woh­nens bei Unterstützungs-, Pflege- und Assistenzbedarf und unterstützt im Entwicklungsprozess neuer Wohnformen, um die Vielfalt im Land weiter zu entwickeln und um damit die Wahlmöglichkeit der Menschen zu stärken.

Beratungsangebote

Ergänzend zu persönlichen E-Mail- oder Telefonberatungen bietet die KIWA auch videogestützte Online-Beratungen an. Ein virtueller Rundgang in einer Wohnpflegegemeinschaft bietet zudem die Möglichkeit, mehr über räumliche Gestaltungsmöglichkeiten zu erfahren und Ideen zu erhalten. 

Entwicklung und Vernetzung neuer Projekte

KIWA will die Entwicklung und Vernetzung neuer Projekte für Menschen mit Pflegebedarf und Demenz befördern, um ein regional ausgewogenes und differenziertes Angebot an Wohn- und Betreuungsformen im ambulanten und stationären Bereich zu etablieren.

Schnittstelle für verschiedene Akteure

Sie ist ein Schnittstellenprojekt für Rat suchende Betroffene, Angehörige und gesetzliche Betreuer, für Selbsthilfeorganisationen und Dienstleister im Bereich Beratung, Begleitung und Pflege älterer Menschen und für Anbieter von Wohnraum für den betroffenen Personenkreis.
Das Angebot der KIWA richtet sich an alle Akteure in Schleswig-Holstein, die Interesse an neuen Wohn-Pflegeformen für Menschen mit Pflegebedarf oder für Menschen mit Assistenzbedarf haben.

Qualitätsempfehlungen für neue Wohnformen im Alter

KIWA hat nach einem intensiven Diskussionsprozess mit den relevanten Akteuren in Schleswig-Holstein abgestimmte Qualitätsempfehlungen für ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften entwickelt.

Die Qualitätsempfehlungen richten sich an Initiatoren von Wohn-Pflege-Gemeinschaften, Menschen mit Pflegebedarf, Angehörige, Betreuer, Seniorenvertretungen, Beratungseinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Anbieter der Wohnungswirtschaft, Investoren, die Kommunalpolitik sowie an Behörden.

Sie sollen helfen, konzeptionelle Fragen zu klären und konkrete Hilfestellungen für Planung und Aufbau neuer Wohn-Pflege-Angebote geben. Sie enthalten vor allem Hinweise zur Wohnsituation, zu Fragen der Alltagsbegleitung und Pflege sowie die Erläuterung des Selbstbestimmungsstärkungsgesetzes, das den landesrechtlichen Rahmen in Schleswig-Holstein bildet.

Die Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen für Menschen im Alter und Menschen mit Assistenzbedarf wird vom Land Schleswig-Holstein finanziert.

Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter (KIWA)

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