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Thema : NATURA 2000

Landesweite Prioritätenkonzepte zur Verbesserung der Erhaltungszustände von Lebensraumtypen und Arten

Letzte Aktualisierung: 03.03.2026

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) ist seit über 30 Jahren in Kraft und dennoch ist das darin verankerte Ziel der Erreichung günstiger Erhaltungszustände von Lebensraumtypen und Arten noch nicht erreicht. Mit ihrer Biodiversitätsstrategie 2030 hat die EU Ziele für die Verbesserung der Erhaltungszustände von Lebensraumtypen und Arten gesetzt, die auch im Rahmen der Biodiversitätsstrategie des Landes umgesetzt werden. Mit Inkrafttreten der EU-Wiederherstellungsverordnung sind diese Ziele für die Mitgliedstaaten rechtsverbindlich geworden. Das erfordert verstärkte landesweite Aktivitäten zum Schutz und zur Entwicklung von sehr unterschiedlich ausgeprägten Lebensräumen und Arten.

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat diese Herausforderung mit der Erarbeitung landesweiter Prioritätenkonzepte für Lebensraumtypen (LRT) und Arten der FFH-Richtlinie angenommen. Darin werden Prioritäten für die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen für ausgewählte LRT und Arten gesetzt, die sich in Deutschland und auch in Schleswig Holstein derzeit in einem schlechten Erhaltungszustand befinden. Damit will das Land seinen Beitrag zu einer bundesweiten Verbesserung der Erhaltungszustände der FFH-Schutzgüter leisten.

Um die Schutzgüter der FFH-Richtlinie wieder in einen günstigen Zustand zu bringen, sollen landesweit in besonders erfolgversprechenden Gebieten zusätzliche Maßnahmen durchgeführt werden. Dabei stehen vor allem die FFH-Gebiete im Fokus, häufig sind jedoch auch Maßnahmenumsetzungen außerhalb der Schutzgebiete notwendig.

Ein besonderes Merkmal der Prioritätenkonzepte ist die enge Einbindung verschiedener Akteure, die die priorisierten Maßnahmen in der Fläche realisieren. Dadurch entsteht ein Netzwerk, in dem die Akteure sich austauschen, gegenseitig von erfolgreich durchgeführten Maßnahmen lernen und Umsetzungshindernisse gemeinsam angehen. Die Umsetzung der Prioritätenkonzepte wird durch einen Arbeitskreis aus Mitarbeitenden des MEKUN und des Landesamts für Umwelt (LfU) koordiniert.

Das landesweite Prioritätenkonzept für Lebensraumtypen befindet sich bereits seit 2023 in der Umsetzung und wurde auf der Grundlage der Daten zum FFH-Bericht 2025 aktualisiert: Prioritätenkonzept für Lebensraumtypen (PDF, 3MB, Datei ist barrierefrei)

Das landesweite Prioritätenkonzept für Arten wird in 2026 in die Umsetzung gehen: Prioritätenkonzept für Arten (demnächst zum Download)

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