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Thema : Zusammenarbeit mit Dänemark

Zusammenarbeit mit Dänemark

Eine gemeinsame Grenze und eine über Jahrzehnte gewachsene Freundschaft verbinden Schleswig-Holstein und seinen Nachbarn im Norden. Die Zusammenarbeit mit Dänemark hat viele unterschiedliche Facetten – von der Wirtschaft über die Europapolitik bis hin zur Kultur.

Letzte Aktualisierung: 11.02.2026

Das EU-Schild an der deutsch-dänischen Grenze
Ausbau der Kooperation mit Dänemark ist ein Ziel der Landesregierung

Die deutsch-dänische Zusammenarbeit ist ein wichtiger politischer Schwerpunkt der Landesregierung. Dafür stehen unter anderem die Partnerschaften mit den Regionen Syddanmark (Süddänkemark) und Sjælland (Seeland), die Interreg-Projektkooperation sowie die etablierte Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene in der Region Sønderjylland-Schleswig und im Fehmarnbelt.

„Dänemark ist einer der wichtigsten Partner für Schleswig-Holstein“, betonte Ministerpräsident Daniel Günther bei einem Treffen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen im Januar 2023 in Kopenhagen. „Das Verhältnis von Dänen und Deutschen ist von einer echten und aufrichtigen Freundschaft geprägt. Schleswig-Holstein und Dänemark wollen diese guten Beziehungen weiter ausbauen und vertiefen.“ Die Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und der dänischen Regierung wird durch die Deutsch-Dänische Freundschaftserklärung von 2021 untermauert. Beide Partner bringen den festen Willen zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen in der Grenzregion und im Fehmarnbelt regelmäßig zum Ausdruck.

Dänemark-Bevollmächtigter kümmert sich um grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Porträtfoto von Johannes Callsen
Minderheitenbeauftragter und Dänemark-Bevollmächtigter Johannes Callsen

Die Landesregierung hat die Bedeutung der Zusammenarbeit Schleswig-Holsteins mit dem Königreich Dänemark herausgestellt und personell unterfüttert: Der Bevollmächtigte von Ministerpräsident Daniel Günther für die Zusammenarbeit mit Dänemark trägt die vielfältigen Themen der vertieften Kooperation direkt ins Kabinett. Bevollmächtigter Johannes Callsen ist dabei im Rang eines Staatssekretärs in der Staatskanzlei angesiedelt und wird durch eine Geschäftsstelle im Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz unterstützt.

Das Kabinett hat 2024 die Dänemarkstrategie des Landes beschlossen, die zusammenfasst, wo Entwicklungspotentiale bestehen und welche Aktivitäten es im deutsch-dänischen Kontext bereits gibt.

Mobilitätsbarrieren sollen abgebaut werden

Schleswig-Holstein, Dänemark und Deutschland haben ein deutsch-dänisches Gremium ins Leben gerufen, das sich systematisch mit Mobilitätshindernissen befasst, um den Alltag für Menschen und Unternehmen in der Grenzregion zu erleichtern. Die als Cross Border Panel bezeichnete Organisation hat das Regionskontor & Infocenter der Region Sønderjylland-Schleswig als Kontaktstelle und ersten Anlaufpunkt definiert. Dort gibt es die Möglichkeit, Mobilitätsbarrieren (bspielsweise bürokratische Hemmnisse) zu melden. Das deutsch-dänische Gremium arbeitet dann gemeinsam an dem Abbau dieser Barrieren. 

Weitere Informationen beim Regionskontor und Infocenter.

Deutsch-Dänische Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig

Die Kulturregion Sønderjylland-Schleswig konstituierte sich am 16. September 1997 im dänischen Aabenraa. Die Partner der Region sind die Stadt Flensburg, der Kreis Nordfriesland, der Kreis Schleswig-Flensburg, Haderslev Kommune, Aabenraa Kommune, Tønder Kommune und Sønderborg Kommune sowie die Region Syddanmark.

Das übergeordnete Ziel der Kulturregion ist es, die Wachstumsbedingungen und den kulturellen Zusammenhalt in der Region zu verbessern, die durch die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung auf beiden Seiten der Grenze geprägt ist. Hierbei wird die Entwicklung in der Region gefördert und gleichzeitig nähere Kontakte zwischen der Bevölkerung, der Wirtschaft und den Verbänden auf beiden Seiten der Grenze hergestellt.

Um diese Ziele zu verankern und ihnen eine strategische Ausrichtung zu geben, wurde 2013 die erste Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig zwischen den Partnern der Kulturregion geschlossen. Das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das dänische Kulturministerium unterstützen die Kulturvereinbarung finanziell.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von je vier Jahren. Sie soll soll den gemeinsamen Kulturraum über die deutsch-dänische Grenze hinweg stärken. Dies soll durch Koordinierung, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des gemeinsamen Einsatzes der Partner im Kulturbereich geschehen. Die Kulturvereinbarung strebt eine breite Teilhabe aller Menschen im deutsch-dänischen Grenzgebiet an.

Die aktuell vierte Kulturvereinbarung läuft über den Zeitraum von 2025-2028.

Das gesamte Budget der vierjährigen Vereinbarung beträgt rund 2,7 Mio. Euro. Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Vereinbarung stehen die beiden Handlungsfelder Lebensqualität durch kulturelle Gemeinschaften“ und „Auf den Spuren der Demokratie“.

Lebensqualität durch kulturelle Gemeinschaften

Das Handlungsfeld „Lebensqualität durch kulturelle Gemeinschaften“ legt den Schwerpunkt darauf, wie Kunst, Kultur und Natur die aktive Teilnahme, Lebensqualität und Empowerment der Menschen steigern kann.

Das Ziel ist es, die Lebensqualität und das Gemeinschaftsgefühl der Einwohnerinnen und Einwohner in der Kulturregion zu fördern. Dafür werden kulturelle Aktivitäten bereitgestellt, die Freiräume schaffen und den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich auf neue Weise auszudrücken. Kulturelle Erlebnisse in der Natur werden als wichtiger Bestandteil einbezogen. Ein weiteres Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Kulturakteuren zu stärken, um Potenziale von koordinierten Maßnahmen auszuloten.

Auf den Spuren der Demokratie

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Themen und Erfahrungen wie z. B. Pandemie, Klimawandel und der politischen Lage in Europa und der Welt ist es wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche mit der Demokratie beschäftigen.

Das zweite Handlungsfeld, „Auf den Spuren der Demokratie“, legt daher den Fokus darauf, wie insbesondere Kinder und Jugendliche durch kulturelle Aktivitäten und kunst- und kulturbasierte Dialoge Einblicke in die Demokratie als Regierungsform gewinnen. Sie sollen so demokratische Werte und Prinzipien, Zusammenarbeit, kritisches Denken und Konfliktbewältigung kennenlernen und erforschen können.

Die Partnerschaft der Kulturvereinbarung möchte auf diese Weise zu einer inklusiveren gesellschaftlichen Debatte beitragen, in der das Interesse an der Geschichte und den gesellschaftlichen Perspektiven des jeweils anderen das Fundament für eine gemeinsame Zukunft im Grenzland stärkt.

Zusammenarbeit mit den dänischen Regionen Syddanmark und Sjælland (Seeland)

Die Region Syddanmark ist bis heute der Premiumpartner in der deutsch-dänischen Zusammenarbeit des Landes. Diese langjährige Partnerschaft besteht nunmehr seit über 20 Jahren. Im August 2021 haben beide Partner eine stärker strategisch ausgerichtete „Erneuerung der Gemeinsamen Erklärung zur regionalen Zusammenarbeit“ unterzeichnet.  Hierbei wird einerseits die Fortführung der Zusammenarbeit beispielsweise im Ausbildungsbereich verabredet und andererseits auch eine Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Klima- und Umweltpolitik angestrebt. Im Februar 2017 haben Schleswig-Holstein und die Region Sjælland (Seeland) erstmals eine förmliche bilaterale Zusammenarbeit vereinbart. In der „Gemeinsamen Erklärung über die regionale Zusammenarbeit“ haben sich beide Partner die weitere Entwicklung auf der Fehmarnbeltachse zum Ziel gesetzt. Auf dänischen Wunsch ist Ende November 2018 ein revidierter gemeinsamer „Handlungsplan 2019/2020“ zur Zusammenarbeit unterzeichnet worden, der die Kooperationsfelder Gesundheitsversorgung/-innovation, Bildung (Fachkräfte) und Regionaler ÖPNV in den Mittelpunkt stellt. Derzeit arbeiten beide Partner gemeinsam daran, die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre fortzuschreiben.

Im Februar 2017 haben Schleswig-Holstein und die Region Sjælland (Seeland) erstmals eine förmliche bilaterale Zusammenarbeit vereinbart. In der "Gemeinsamen Erklärung über die regionale Zusammenarbeit" haben sich beide Partner die weitere Entwicklung auf der Fehmarnbeltachse zum Ziel gesetzt. Auf dänischen Wunsch ist Ende November 2018 ein revidierter gemeinsamer "Handlungsplan 2019/2020" zur Zusammenarbeit unterzeichnet worden, der die Kooperationsfelder Gesundheitsversorgung/-innovation, Bildung (Fachkräfte) und Regionaler ÖPNV in den Mittelpunkt stellt.

Mehr lesen zur Zusammenarbeit mit Syddanmark

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Feste Fehmarnbeltquerung

Tunnelportal der Festen Fehmarnbeltquerung (Grafik)
Grafik des Tunnelportals der geplanten Festen Fehmarnbeltquerung

Dänemark und Deutschland planen den Bau einer festen Querung des Fehmarnbelts. Mit einer Länge von 17,6 Kilometer wird der geplante Tunnel zwischen der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland der bisher längste kombinierte Eisenbahn- und Straßentunnel sein. Damit wird eine natürliche Barriere überwunden und die letzte große Lücke im grenzüberschreitenden Verkehrsnetz Nordeuropas geschlossen. Die neue Verbindung verkürzt die Zugfahrt von Hamburg nach Kopenhagen um fast die Hälfte auf rund zweieinhalb Stunden, Autofahrer:innen sparen rund 160 Kilometer Umweg über Jütland ein.

Weitere Informationen zur festen Fehmarnbeltquerung

Kooperation "Jütlandkorridor" (Jyllandskorridoren) Seit Herbst 2013 arbeiten Hamburg, Schleswig-Holstein, die drei dänischen Regionen Syddanmark, Midtjylland und Nordjylland sowie die dänischen Großkommunen Aarhus und Aalborg daran, die grenzüberschreitende Kooperation entlang der "Jütlandachse" auszubauen. Ende 2017 startete das gemeinsame Interreg-Nordseeprojekt "Northern Connections" zur Stärkung der Zusammenarbeit im Energiesektor. Inzwischen besteht Northern Connection aus einem Verbund von 22 Clustern, Städten, Regionen und Wissensinstitutionen. Interreg-Programm "Deutschland-Danmark" In der beginnenden EU--Europäische Union-Förderperiode 2021–2027 stehen die drei Interreg-Programme „Deutschland-Danmark“, „Ostseeregion“ und „Nordseeregion“ zur Verfügung. Das Interreg-Programm „Deutschland-Danmark“ ist seit langem das zentrale Instrument für die projekt-bezogene deutsch-dänische Zusammenarbeit. Die Förderperiode des Interreg V-A-Programms zwischen Deutschland und Dänemark ging zwar 2020 offiziell zu Ende, viele Projekte werden jedoch erst Mitte 2023 abschließen und bis zum Abschluss durch das Land begleitet. Parallel hierzu startete das Interreg-VI-A-Programm im Mai 2022 offiziell. Der Beginn des ersten Projekts in dem neuen Förderprogramm ist für 2023 geplant. Für die Landesregierung stellt die Begleitung des Interreg-Programms "Deutschland-Danmark" eine hohe inhaltliche Priorität im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Dänemark dar.

Weitere Informationen zum Interreg VI-A-Programm für den Zeitraum 2021-2027

Rahmenplan für die deutsch-dänische Zusammenarbeit des Landes

Die Landesregierung hat Anfang 2015 erstmals einen „Rahmenplan für die deutsch-dänische Zusammenarbeit des Landes“ vorgelegt. Mit diesem Rahmenplan hat die Landesregierung unterstrichen, dass die Zusammenarbeit nicht nur einer der Schwerpunkte der Europapolitik ist, sondern auch in weiten Bereichen der Landespolitik eine herausragende Bedeutung besitzt. Der Rahmenplan wird momentan zu einem neuen Handlungsplan erweitert. Unter anderem ist beabsichtigt, die Pendlerförderung im Grenzland zu optimieren.

Deutsch-dänische Zusammenarbeit - Rahmenplan in deutscher Sprache  (PDF, 3MB, Datei ist barrierefrei)

STRING-Netzwerk

STRING ist ein Kooperationsforum, welches aus Ländern, Kreisen und Kommunen von Hansestadt Hamburg via Fehmarn-Belt (Schleswig-Holstein und der dänischen Region Sjælland), Kopenhagen bis nach Oslo und Göteborg besteht. Ein besonderer inhaltlicher Fokus liegt auf nachhaltige Infrastruktur- und Wirtschaftsentwicklung entlang dieser Achse. Von Februar 2020 bis Herbst 2021 hat Schleswig-Holstein den Vorsitz der STRING-Kooperation und wird dabei von Europaminister Claussen vertreten.

Weitere Informationen zum STRING-Netzwerk

Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz

Fleethörn 29-31, 24103 Kiel

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