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Katzen

© M. Ruff / grafikfoto.de

Katzen

Katzen sind für viele Menschen faszinierende Tiere und liebgewonnene Hausgenossen. Sie können ab einem Alter von ca. sechs Monaten geschlechtsreif werden.

Schwarze Katze an HauswandFreilebende Katzen finden oft nicht ausreichend Futter und leiden unter Krankheiten. © Stefan Polte

Von einer nicht kastrierten Katze und deren Jungen kann es innerhalb eines Jahres bis zu 35 Nachkommen geben. Neben Katzen aus Privathaushalten gibt es Populationen freilebender Katzen in örtlich unterschiedlichem Umfang, die nicht an den Menschen gebunden sind, aber ebenfalls von Katzen aus Privathaushalten abstammen und zur Vermehrung der Katzenpopulationen beitragen. Dies ist problematisch, weil freilebende Katzen oft nicht ausreichend Nahrung finden, häufig krank oder verletzt sind und daher auf die Fürsorge von Menschen angewiesen sind. Zu viele freilebende Katzen können außerdem die Populationen von Wildvögeln und anderen Kleintieren beeinflussen.

Aktion zur Kastration von freilebenden Katzen 2018

Schleswig-Holstein unterstützt auch 2018 die Aktion zur Kastration von freilebenden Katzen: Ab dem 15. Oktober können wieder herrenlose Katzen, die sich nicht in menschlicher Obhut befinden, in Teilen Schleswig-Holsteins kastriert werden. Die dabei entstehenden Kosten werden über einen von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds, der im Rahmen des Vorgehens gegen das Katzenelend ins Leben gerufen wurde, abgerechnet. Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, der Tierärzteschaft, der kommunalen Familie, des Landesjagdverbands und des Landes Schleswig-Holsteins. Das Angebot richtet sich vor allem an Tierschutzvereine und andere Überbringer.

Voraussetzung für die die Teilnahme an der Aktion ist, dass die Katzen in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden (siehe angefügte Gemeindeliste) und dass von denjenigen, die eine Katze zur Kastration bringen, ein dafür vorbereiteter Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird, dass es sich um eine freilebende Katze handelt.

Die erforderlichen Dokumente finden Sie hier:

Liste der teilnehmenden Gemeinden 2018 (PDF 139KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Vordruck zur Bestätigung einer freilebenden Katze (PDF 8KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Datenschutzhinweise im Zusammenhang mit der Kastrationsaktion 2018 (PDF 16KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Kosten werden dann in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch eine Spende (Honorarverzicht) der durchführenden Tierärztin bzw. des durchführenden Tierarztes, die Restkosten von 59 Euro bzw. 115 Euro - je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt - werden über den Fonds finanziert. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Bislang ist die Aktion bis zum 12. November 2018 geplant. Sollten die finanziellen Mittel im Fonds allerdings früher als geplant ausgeschöpft sein, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet.

Weitere Informationen

Medieninformation vom 05.10.2018 - Freilebende Katzen können wieder kastriert werden

Plakat "Sie lieben mich? Dann handeln Sie." zum Pilotprojekt gegen Katzenelend (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei) Das Plakat kann als Druck beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung auch angefordert werden.

Medieninformation vom 22.10.2013 - Umweltminister Robert Habeck ruft Katzenhalterinnen und Katzenhalter zur Kastration der Tiere auf: "Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz"

Faltblatt "Kastration von Katzen ist Tierschutz" vom 22.10.2013 (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

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Handeln Sie jetzt

Zu einer verantwortungsbewussten Katzenhaltung gehören neben medizinischen Maßnahmen wie Impfungen und Parasitenbehandlung die Kastration der Katze vor der Geschlechtsreife.

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Kastration von freilebenden Katzen 2016

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Verordnungsermächtigung für die Kommunen

§ 13 b Tierschutzgesetz räumt den Ländern die Möglichkeit ein, für bestimmte Gebiete z.B. den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen zu verbieten oder zu beschränken oder eine Kennzeichnung und Registrierung der dort gehaltenen Katzen, die unkontrollierten freien Auslauf haben können, vorzuschreiben, sofern andere Maßnahmen nicht greifen. Diese Verordnungsermächtigung kann auf andere Behörden übertragen werden.

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Fakten und Hintergründe

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Pilotprojekt gegen Katzenelend 2014/15

Kommunen, Land, Tierschutzverbände, Tierärzteschaft und Landesjagdverband haben mit der gemeinsamen Aktion "Pilotprojekt gegen Katzenelend in Schleswig-Holstein" in den Jahren 2014/15 zur Kastration von Katzen aufgerufen. Bei Entwicklung des landesweiten Modells war man von Erfahrungen im Kreis Nordfriesland ausgegangen. Was auf Kreisebene bereits gelungen war, zeigte entsprechende Erfolge auch auf Landesebene: In drei Aktionszeiträumen wurden zwischen Herbst 2014 und Herbst 2015 insgesamt 7.428 Katzen kastriert. Das Ziel bei Start des Projektes waren 5.000 Katzen gewesen.

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