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Abwasser

© M. Staudt / grafikfoto.de

Das Abwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industriebetrieben muss bevor es in Flüsse, Küstengewässer oder Seen eingeleitet wird, in einer Behandlungsanlage (Kläranlage) so weit von seiner Schmutz- und Schadstofffracht befreit werden, wie dies bei Einhaltung der jeweils in Betracht kommenden Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist.

In Schleswig-Holstein sind inzwischen 94 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Alle anderen Haushalte können aus wirtschaftlichen Gründen nicht an die zentrale Kanalisation angeschlossen werden und reinigen ihre Abwässer in dezentralen Kleinkläranlagen.

Abwasser ist überwiegend häusliches und/oder industrielles/gewerbliches Schmutzwasser sowie das von befestigten Flächen abfließende Regenwasser. Gegenwärtig sind rund 95 Prozent der schleswig-holsteinischen Bevölkerung an öffentliche Kanalisationen angeschlossen.

Nach dem Abschluss noch anstehender Bau- und Ausbaumaßnahmen von zentralen Ortsentwässerungen in ländlichen Gemeinden wird sich dieser Anteil in den nächsten Jahren nur noch geringfügig erhöhen. Der verbleibende Bevölkerungsanteil kann aus wirtschaftlichen Gründen nicht an eine zentrale Abwasseranlage angeschlossen werden. Hier erfolgt eine dezentrale Abwasserbehandlung in Kleinkläranlagen.

Anschluss an öffentliche Abwasseranlagen Anschluss an öffentliche Abwasseranlagen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Die Betrachtung nach Kreisen zeigt regional erhebliche Unterschiede:

Anschluss an öffentliche Abwasseranlagen nach Kreisen Anschluss an öffentliche Abwasseranlagen nach Kreisen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Trotz des steigenden Anschlussgrades an zentrale kommunale Kläranlagen in den vergangenen Jahren hat die behandelte und eingeleitete Abwassermenge seit der Jahrtausendwende kontinuierlich abgenommen. Dies ist zum einen auf Wassersparmaßnahmen, den Umgang des Bürgers mit dem Trinkwasser als auch auf Stilllegungen wasserintensiver Industrie-/Gewerbebetriebe zurückzuführen.

In kommunalen Kläranlagen behandelte und in Gewässer eingeleitete Abwassermengen In kommunalen Kläranlagen behandelte und in Gewässer eingeleitete Abwassermengen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

An die Einleitung von Abwasser und an den Bau und den Betrieb von Abwasseranlagen werden wasserrechtliche Anforderungen gestellt. Sie gehen teilweise auf Bundesrecht als auch auf Landesrecht zurück. Zuständig für die Überwachung der Einleitungen und mit ihr im Zusammenhang stehenden Anlagen (z.B. Kläranlagen und Kanalisationen) sind die unteren Wasserbehörden. Dies sind nach der letzten Novelle des Landeswassergesetzes die (Ober-) BürgermeisterInnen der kreisfreien Städte und die LandrätInnen der Kreise ( § 105 ff. Landeswassergesetz).

Abwasserbeseitigungspflicht

Verantwortlich für die Abwasserbeseitigung sind im Regelfall die Gemeinden. Sie können sich zur Erfüllung dieser Aufgabe privater Unternehmen bedienen, sie auf den örtlichen Wasser- und Bodenverband übertragen oder sich mit anderen Gemeinden zu Zweckverbänden zusammenschließen.

Beim Bau- und Betrieb von Abwasseranlagen (zum Beispiel Abwasserkanalisationen, Pumpwerke, Kläranlagen) entstehende Kosten werden über Abwasserbeiträge und -gebühren gedeckt. Grundlage hierfür sind die jeweiligen Beitrags- und Gebührensatzungen, die als Ortsrecht für alle ansässigen Zweckverbände, Bürgerinnen und Bürger bindend sind. Sie werden von den Gemeinden oder dem Wasser- und Bodenverband erlassen.

Das in Industrie und Gewerbe anfallende Schmutzwasser wird im Regelfall über das öffentliche Kanalnetz abgeleitet und in kommunalen Kläranlagen gereinigt. Teilweise ist eine Vorbehandlung vor der Vermischung mit dem häuslichen Schmutzwasser erforderlich und vorgeschrieben. Wo die Ableitung in öffentliche Abwasserkanäle nicht möglich oder eine Mitbehandlung in kommunalen Kläranlagen aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll ist, erfolgt die Behandlung dieser Abwässer in eigenen, privaten Abwasserbehandlungsanlagen.

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