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Nachhaltigkeitspreis 2017

Nachhaltigkeitspreis 2017

Zum 5. Mal ruft Minister Robert Habeck dazu auf, ab sofort Bewerbungen für den Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein einzureichen.

Der Wettbewerb wendet sich an engagierte, zukunftsgerichtete Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen, Verbände und Unternehmen in Schleswig- Holstein. Gefragt sind grundsätzlich alle innovativen Ideen, Konzepte und Projekte, die unter Berücksichtigung der globalen Verantwortung die Faktoren "Soziale Gerechtigkeit", "Wirtschaftlichkeit" und "Umweltverträglichkeit" beispielgebend und erfolgreich miteinander verbinden und damit einen klaren Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten.
Partner des Preises sind die beiden Bildungszentren für nachhaltige Entwicklung Christian Jensen Kolleg/Breklum und Haus am Schüberg/Ammersbek sowie die IHK Schleswig-Holstein.

Logo Nachhaltigkeitspreis 2017 © Fotolia, Joanna Bork

Bewerbungen sind nur online unter www.nachhaltigkeitspreis.org möglich, wo auch weitere Informationen einsehbar sind.

Bewerbungsschluss ist der 25. November 2016.

Die Preisverleihung ist für den 6. April 2017 in Neumünster vorgesehen.

Auch mit dem Nachhaltigkeitspreis 2017 soll die Aufmerksamkeit wieder auf ganz bestimmte Nachhaltigkeitsthemen gelenkt werden, indem aus diesen Bereichen auf jeden Fall jeweils mindestens ein Preisträger gekürt werden soll:

1) Smartphone, Waschmaschine, E-Commerce – die Nutzung von Energie ist grundlegend für unser alltägliches Handeln. Wir wollen schulische und außerschulische Bildungsprojekte auszeichnen, die sparsamen Umgang, intelligente Nutzung und Erzeugung von Energie clever erklären und im Alltag einfach umsetzbare Handlungsmöglichkeiten aufzeigen - eben Bildung für nachhaltige Energienutzung.

2) Verantwortungsbewusste, nachhaltige Unternehmen beauftragen in der Regel nachhaltig arbeitende Lieferanten. Dabei ist es in einer globalisierten Produktion oft schwierig, von den an der Lieferkette beteiligten Lieferanten aus Herkunftsländern in aller Welt die Einhaltung für uns selbstverständlicher Standards einzufordern und sicherzustellen. Vorbildliche Ansätze von Unternehmen für die Steuerung und Umsetzung der Nachhaltigkeit in der Lieferkette sollen ausgezeichnet werden und damit zur Nachahmung anregen.

3) Qualität hat ihren Preis. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher hinterfragen Billig-Trend, Produktionsbedingungen und Produktqualität. Zunehmend spielen ökologische und soziale Standards eine Rolle. Doch diese Qualitäten müssen auch bezahlt werden.
Die Preiskategorie "Das rechte Maß treffen - faire Preise für Erzeuger" will solche Initiativen, Unternehmen, Gruppen und Personen auszeichnen, die fairen Preisen den Weg bereiten, die Erzeugern die Produktionskosten ersetzen und damit auch langfristiges Wirtschaften ermöglichen. Gerechte Preise fördern die Wertschätzung von Produkten und sind ein Schritt dahin, verschwenderischen Konsum zu beenden. Mit dieser Preiskategorie greift der Nachhaltigkeitspreis im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums eine von Luthers vorausschauenden Forderungen auf, Preise "nach Recht und Billigkeit" festzusetzen (in seiner Schrift "Von Kaufhandlung und Wucher" 1524).

Gleichwohl behalten nach wie vor alle anderen Bewerbungen ihre Chance auf eine Auszeichnung.
Beiträge aus Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, die zu Verhaltensänderung im Sinne der nachhaltigen Entwicklung anregen, sind ausdrücklich erwünscht.

Flyer zum Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein 2017 (PDF 395KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Aussagen der Jury-Mitglieder

Dr. Silke Schneider

"Rio 1992, Startpunkt für erste gemeinsame Vereinbarungen zu einer nachhaltigeren Entwicklung auf unserer Erde, ist fast ein Vierteljahrhundert her, aber die Herausforderungen haben in vielen Bereichen nicht ab-, sondern sogar zugenommen. Dies dokumentieren die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, auf die sich die Staatengemeinschaft im September 2015 in einem breiten Konsens geeinigt hat; diese Ziele werden auch die künftige Landespolitik prägen.
Grund genug, auch mit dem Nachhaltigkeitspreis des Landes weiter nach guten Beispielen aus der Zivilgesellschaft zu suchen - als sichtbarer Ausdruck eines wachsenden Nachhaltigkeitsverständnisses und als Vorbild und Muster für unsere Gesellschaft.
Die Partnerschaft mit den kirchlichen Häusern Christian Jensen Kolleg in Breklum, dem Haus am Schüberg in Ammersbek und erstmals auch der IHK Schleswig-Holstein spiegelt sich auch in den drei Schwerpunktsetzungen wider, die wir dem generellen Aufruf zur Einsendung Ihrer Nachhaltigkeitsprojekte zur Seite gestellt haben, weil wir sie für besonders bedeutsam halten. So wollen wir - neben allen anderen nachweislich nachhaltigen Vorhaben - Bildungsprojekte, die Klimaschutz- und Energiethemen aufgreifen, gute Konzepte zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Lieferkette und schließlich Vorhaben, die den gerechten Preis für Güter und Dienstleistungen (nicht nur in Entwicklungsländern!) zum Ziel haben, mit mindestens je einem Preis auszeichnen.
Die Erfahrungen aus den vergangenen Durchgängen machen mich sehr gespannt auf Ihre Bewerbungen, und ich wünsche Ihnen dazu viel Erfolg!"

Dr. Silke Schneider ist Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.
Die 48-jährige Richterin hat in Köln und Hamburg Jura studiert. Sie arbeitete als Vorsitzende Richterin am Lübecker Landgericht und bis 2014 als Direktorin im Amtsgericht Bad Segeberg. Von 2008 bis 2011 war sie Gleichstellungsbeauftragte im schleswig-holsteinischen Justizministerium. Silke Schneider hat sechs Kinder und lebt in Lübeck.