Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt können oder möchten möglicherweise zunächst keine Anzeige erstatten. Ihre Verletzungen können dennoch dokumentiert sowie Spuren gesichert und aufbewahrt werden, um sie später vor Gericht verwenden zu können. Möglich macht dies die sogenannte vertrauliche Spurensicherung.
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Telefon 116 016
Rechtsmedizinische Ambulanzen
Informationen und Hilfsangebote für Betroffene und Ärzt:innen
Zu den Angeboten der vertraulichen Spurensicherung gelangt man in Schleswig-Holstein über ambulante Anlaufstationen in den Unikliniken. In den Universitätskliniken Kiel und Lübeck dokumentieren speziell geschulte Ärztinnen und Ärzte Verletzungen und sichern Spuren – ohne die Polizei zu informieren, wenn der oder die Betroffene dies nicht möchte.
Betroffene erhalten dadurch die Möglichkeit, auch ohne Strafanzeige die Spuren und Verletzungen gerichtsfest dokumentieren zu lassen. Die Befunde stehen im Fall eines Strafverfahrens als Beweismittel zur Verfügung. Die gesicherten Spurenträger werden für mehrere Jahre in den Instituten für Rechtsmedizin aufbewahrt.
Förderung
Die Abrechnung erfolgt über die Krankenkassen. Daneben fördert die Landesregierung die vertrauliche Spurensicherung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt im Jahr 2026 mit 465.000 Euro.
Die vertrauliche Spurensicherung ist eine bedeutende Säule im Gerüst des Gewaltschutzes. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, Betroffene gut zu versorgen und ihnen Rechtssicherheit zu verschaffen.
Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung Aminata Touré
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