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Thema : Zuwanderungs- und Integrationsstatistik

Erwerbstätige im öffentlichen Dienst

Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

Erwerbstätige im öffentlichen Dienst nach Migrationsstatus in den Jahren 2017 und 2019 in Schleswig-Holstein und Deutschland

Kommentar

Letzte Aktualisierung: 31.07.2014

Kommentar

Die Themen Vielfalt und Chancengerechtigkeit im Arbeitskontext gewinnen seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung.

Aus integrationspolitischer Sicht ist eine Fokussierung auf die Erwerbstätigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst wichtig, um hier Defizite, aber auch Fortschritte identifizieren zu können, aber auch weil dem Öffentlichen Dienst eine Vorbildfunktion zukommt.

Ergebnis

Letzte Aktualisierung: 09.11.2021

Rund 260.000 Menschen waren 2019 in Schleswig-Holstein im öffentlichen Dienst beschäftigt, darunter 27.000 Personen mit Migrationshintergrund, das entspricht einem Anteil von 10,4 Prozent. Im Jahr 2017 gaben hingegen rund 19.000 der 245.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst an, über einen Migrationshintergrund zu verfügen, das waren 7,6 Prozent. Im Jahr 2015 lag die Quote noch bei 5,8 Prozent (13.000 der 232.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst Schleswig-Holsteins) und 2013 waren es 5,9 Prozent (14.000 von 232.000). Somit zeigte sich im betrachteten Zeitraum eine deutliche Steigerung des Anteils von Personen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst Schleswig-Holsteins um 4,5 Prozentpunkte.

Deutschlandweit zeigte sich ebenfalls eine deutlichere Zunahme beim Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst. Diese lag 2019 bei 14,5 Prozent (992.000 der 6.827.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst). In den Vorjahren war die Quote deutlich geringer: 2017 belief sie sich auf 12,7 Prozent, 2015 auf 9,8 und 2013 auf 9,4 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Migrantenanteil also binnen sechs Jahren um 5,1 Prozentpunkte und damit etwas mehr als in Schleswig-Holstein.

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Definition

Anteil der Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst an allen Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst.

Empirische Relevanz

Dem öffentlichen Dienst kommt bei der Integration von Personen mit Migrationshintergrund in das Erwerbsleben eine Vorreiterrolle zu. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sollte sich auch bei den Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst widerspiegeln.

Bewertung

Wichtiger Indikator für die interkulturelle Öffnung.

Datenquelle

Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Mikrozensus; die Hochrechnung basiert auf den fortgeschriebenen Ergebnissen des Zensus 2011.

Methodische Besonderheiten

Seit 2017 wird der Migrationsstatus in Gemeinschaftsunterkünften nicht mehr abgefragt, so dass sich die Ergebnisse seit 2017 auf die Bevölkerung in Privathaushalten beziehen. Darüber hinaus wird hier, abweichend von früheren Berichten, der Migrationshintergrund "im weiteren Sinn", das heißt, einschließlich der Elterninformationen außerhalb des Haushalts der/ des Befragten definiert. Zur Vergleichbarkeit wurden für den 6. Bericht die Daten des Berichtsjahres 2017 rückwirkend ebenfalls nach dem Migrationshintergrund "im weiteren Sinn" berechnet.

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