In Schleswig-Holstein ist die Bevölkerung im Beobachtungszeitraum von 2011 bis 2019 von rund 2,8 Millionen auf rund 2,85 Millionen und damit um 1,8 Prozent gestiegen. Während die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund um 61,0 Prozent von 305.000 auf 491.000 zunahm, gab es bei Bevölkerung ohne Migrationshintergrund einen Rückgang um 5,4 Prozent (von 2.495.00 auf 2.360.000). Infolge dieser gegensätzlichen Entwicklung erhöhte sich der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung von 10,9 Prozent auf 17,2 Prozent.
Deutschlandweit stieg die Gesamtbevölkerungszahl im gleichen Zeitraum um 2,0 Prozent (von 80,2 auf 81,8 Millionen). Dabei erhöhte sich die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund um 47,3 Prozent (von 14, 2 auf 20,9 Millionen), die der Menschen ohne Migrationshintergrund sank dagegen um 7,7 Prozent (von 66,1 auf 61,0 Millionen). Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund stieg binnen acht Jahren von 17,6 Prozent auf 25,5 Prozent.
Im Vergleich zum Bundesgebiet lebten in Schleswig-Holstein prozentual weniger Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2011 lag der Anteil im nördlichsten Bundesland 6,7 Prozentpunkte unter dem in Gesamtdeutschland, im Jahr 2019 betrug der Abstand sogar 8,3 Prozentpunkte.
Altersstruktur
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund weist in Schleswig-Holstein eine deutlich jüngere Altersstruktur auf als die Einwohnerschaft ohne Migrationshintergrund. Im Jahr 2019 waren 26,9 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund unter 18 Jahre alt, wogegen es bei den Personen ohne Migrationshintergrund nur 14,1 Prozent waren.
In Deutschland insgesamt verhielt es sich ähnlich: Knapp ein Viertel (24,0Prozent) der Bevölkerung mit Migrationshintergrund war unter 18 Jahre alt. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund lag dieser Wert lediglich bei 14,0 Prozent.
Staatsangehörigkeit
Von den im Jahr 2019 in Schleswig-Holstein lebenden Menschen mit Migrationshintergrund hatten 259.000 (52,7 Prozent) die deutsche Staatsbürgerschaft. 232.000 (47,3 Prozent) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, darunter 143.000 eine aus einem Nicht-EU-Land. Im Jahr 2011 verfügten von den Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund noch 61,3 Prozent über einen deutschen Pass und lediglich 38,7 Prozent waren Ausländerinnen und Ausländer.
Deutschlandweit waren im Jahr 2019 unter den Personen mit Migrationshintergrund die mit deutschen Pass etwas schwächer (51,5 Prozent), jene ohne deutsche Staatsangehörigkeit dagegen etwas stärker vertreten (48,5 Prozent) als in Schleswig-Holstein.
Geburtsort
Betrachtet man die Bevölkerung mit Migrationshintergrund bezüglich des Landes ihrer Geburt, so zeigt sich für Schleswig-Holstein, dass im Jahr 2019 gut ein Drittel (33,6 Prozent) von ihnen in Deutschland geboren wurde (165.000 Personen). Knapp zwei Drittel (66,4 Prozent, 326.000 Personen) waren im Ausland zur Welt gekommen (Personen mit eigener Migrationserfahrung). Im kurzfristigen Vergleich zu 2017 hatte sich damit der Anteil der im Bundesgebiet geborenen Bevölkerung mit Migrationshintergrund (der 2017 bei rund einem Viertel lag) deutlich erhöht. In mittelfristiger Betrachtung gab es nur wenige Änderungen, denn schon 2011 lag der Anteil der hierzulande Geborenen bei rund einem Drittel.
In Deutschland waren 2019 von den Menschen mit Migrationshintergrund 34,3 Prozent (7,2 Millionen) in Deutschland und 65,7 Prozent (13,7 Millionen Personen) im Ausland geboren. Das entsprach in Bezug auf das zahlenmäßige Verhältnis zwischen hier und im Ausland zur Welt gekommenen Personen etwa der Verteilung in Schleswig-Holstein.
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