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Thema : Impfen

HPV: NaLI stellt neues Konzept zur Förderung der Impfquoten vor

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) hat ein neues HPV‑Impfkonzept verabschiedet. Das Schleswig-Holsteiner Gesundheitsministerium hat an diesem wichtigen wegweisenden Konzept mitgearbeitet.

Letzte Aktualisierung: 23.01.2026

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) hat das „Nationale Konzept zur Förderung der Impfaufklärung und der HPV‑Impfquoten“ verabschiedet. Das Konzept formuliert Ziele und gibt Empfehlungen, um den Schutz der Bevölkerung vor HPV-bedingten Krebserkrankungen weiter zu verbessern. Das Ministerium für Justiz und Gesundheit in Schleswig-Holstein (MJG) hat an diesem wichtigen wegweisenden Konzept mitgearbeitet.

Im Mittelpunkt des umfangreichen Konzepts stehen die Erhöhung der Impfbereitschaft durch Aufklärung über humane Papillomviren (HPV) und die HPV-Impfung, der Ausbau des Impfangebotes sowie die Unterstützung des Gesundheitswesens. Das Konzept berücksichtigt auch die Weiterentwicklung von Surveillance-Instrumenten in Bezug auf die Impfung und HPV-bedingte Erkrankungen.

„In diesem Konzept haben wir die Grundlagen zur Verbesserung des Impfschutzes in Deutschland zusammengestellt. Die HPV‑Impfung ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Prävention bestimmter Krebsarten, und wir möchten mit den im Konzept enthaltenen Empfehlungen und Aktionen dazu beitragen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche in Deutschland von diesem Schutz profitieren“, erklärt die amtierende Vorsitzende der NaLI, Dr. Sandra Dybowski.

Das Impfkonzept ist auf der NaLI-Website abrufbar. Dort werden die Inhalte unter dem „Schwerpunkt: Humane Papillomviren (HPV)“ dargestellt und auch aktualisiert. 

Nationales HPV-Impfjahr 2028

Für eine möglichst große Wirkung der vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen hat die NaLI mit verschiedenen Partnern zudem die Durchführung eines nationalen HPV‑Impfjahres im Jahr 2028 beschlossen. Dieses Jahr soll genutzt werden, um bundesweit unter Koordination der NaLI Aufklärungs- und Impfaktionen durchzuführen, die die Bevölkerung für die Bedeutung der HPV‑Impfung sensibilisieren. Dabei wird die Mitwirkung von vielen medizinischen, gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Akteuren in Deutschland angestrebt.

Aktuelle HPV-Impfquoten

Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebsarten verursachen, insbesondere Gebärmutter-halskrebs bei Frauen. Darüber hinaus können die Viren bei Frauen und Männern bösartige Tumoren im Mund-Rachen-Raum sowie im Genital- und Analbereich auslösen. 

Die HPV‑Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Dennoch wird die HPV‑Impfung – trotz der Empfehlung und der nachweislich guten Schutzwirkung – noch nicht in ausreichendem Maße in Anspruch genommen. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Impfquote für eine vollständige HPV‑Impfung bei 15‑jährigen Mädchen in Deutschland bei 55% und bei Jungen bei 36%. In Schleswig-Holstein lag die Impfquote mit 60% bei 15-jährigen Mädchen und 41% bei Jungen etwas über dem Bundesdurchschnitt.

Quelle: Pressemeldung der NaLI
mäin-red


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