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So viel Ostseeschutz wie noch nie

In dieser Woche treten in Schleswig-Holstein drei neue Meeresschutzgebiete in Kraft.

Letzte Aktualisierung: 23.03.2026

Schleswig-Holstein schützt seit dieser Woche so viel Ostseefläche wie noch nie.

Ein Highlight des Aktionsplans

Am Montag besuchte Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt die Hohwachter Bucht, um vor Ort an der feierlichen Einweihung der ersten Infotafel teilzunehmen.

Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt vor der neuen Infotafel Hohwachter Bucht.
Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt vor der neuen Infotafel Hohwachter Bucht.

„Wir Menschen sind Teil der Natur und leben von ihr. Dass wir dabei oft auch Schaden anrichten, sehen wir in unserer Ostsee deutlich. Mit den neuen Meeresschutzgebieten bekommen Fische und Schweinswale, Seegraswiesen und Seevögel wichtige Ruheoasen. Hier können Pflanzen und Tiere buchstäblich aufatmen. Damit entfaltet ein Highlight des Aktionsplans seine Wirkung“, sagte Minister Goldschmidt in Hohwacht.

Strenger Schutz für 12,5 Prozent der Ostsee

Mit dem Aktionsplan Ostseeschutz werden bis zum Jahr 2030 insgesamt 12,5 Prozent der Ostsee unter strengen Schutz gestellt. Nach nur zwei Jahren ist durch die drei neuen Meeresschutzgebiete nun schon für 7,5 Prozent der strenge Schutz erreicht.

Vor zwei Jahren haben wir das größte Ostseeschutzpaket in der Geschichte Schleswig-Holsteins beschlossen, den APOS. Auch wenn der Weg dahin herausfordernd war, hat sich jede Veranstaltung, jedes Gespräch und jede Debatte über den besseren Schutz unseres Heimatmeeres gelohnt. Ostseeschutz ist heute Teil des schleswig-holsteinischen Lebensgefühls, so wie es das Leben mit dem Meer schon immer war.

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt
Karte Hohwacht.
In dieser Woche treten in Schleswig-Holstein drei neue Meeresschutzgebiete in Kraft.

Die drei neuen Meeresschutzgebiete

Auf Basis verschiedener Untersuchungen wurden Gebiete ausgewählt, die aufgrund ihrer Artenvielfalt, Lebensräume, Entwicklungsmöglichkeiten und bestehenden Belastungen besonders schutzwürdig sind. Die Ostseefläche südliche Hohwachter Bucht wird komplettiert durch die Ostseefläche Geltinger Bucht bis Schleimündung sowie die Ostseefläche westlich Fehmarn.

Geodaten abrufbar über das Umweltportal Schleswig-Holstein

Die Verordnungen sind nach ihrer Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt Schleswig-Holstein in Kraft getreten. Die zugehörigen Abgrenzungskarten sind Bestandteil der Verkündung und können ab sofort im Umweltministerium während der Dienstzeiten eingesehen werden.

Ergänzend werden digitale Geodaten bereitgestellt: Shapefiles der Gebiete sind über das UmweltportalSchleswig-Holstein verfügbar. 

Die hochauflösenden Karten werden in den kommenden Tagen unter www.ostseeschutz.sh zum Download bereitgestellt.

Mit diesen Angeboten wird sichergestellt, dass die neuen Schutzgebietsgrenzen transparent und praxisnah zugänglich sind.

Nutzungsregelungen in den neuen Meeresschutzgebieten

Pflanzen,Tiere und Lebensräume dürfen nicht mehr zerstört, entnommen oder gestört werden. Daher sind Fischerei, Jagd, Rohstoffabbau, Bauvorhaben oder andere Veränderungen der Gewässer und des Meeresbodens untersagt. Ziel ist es, die Gebiete als ungestörte Rückzugsräume zu schützen und menschliche Einflüsse zu minimieren.

Weiterhin erlaubt sind schwimmen, baden, tauchen und der Fischfang zu Fuß vom Ufer oder im Wasser watend mit der Handangel. Auch staatliche Aufgaben wie Gefahrenabwehr bleiben möglich. Militärische Nutzung, Katastrophenschutz, Schifffahrt, Küstenschutz, Monitoring und bestimmte Nutzungen sind weiterhin zulässig. Projekte und Eingriffe sind erlaubt, wenn sie den Naturschutzvorgaben entsprechen und den Schutzzweck nicht erheblich beeinträchtigen.

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