Auf dem diesjährigen Naturschutztag wurde informiert, diskutiert und darüber beraten wie die Natur Schleswig-Holsteins wiederhergestellt werden kann.
Letzte Aktualisierung: 07.11.2025
Gute Nachrichten für Schleswig-Holstein, denn das Land zwischen den Meeren schafft rund 1.000 Hektar zusätzliche Naturschutzgebiete. „Wir haben bereits ein großes Paket für den Ostseeschutz geschnürt, jetzt kommt ein weiteres großes Paket für den Schutz von wichtigen Ökosystemen an Land. Das ist eine Investition in die Zukunft und ein guter Tag für Schleswig-Holstein“, sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt im Rahmen seiner Eröffnungsrede des 29. Naturschutztages in Neumünster.
Der Naturschutztag widmete sich in diesem Jahr dem Thema der Wiederherstellung der Natur. „Der Naturverbrauch ist nach wie vor viel zu hoch, die Ökosysteme sind gestresst. Dieser Naturverlust bedroht unsere natürlichen Lebensgrundlagen und unsere Ernährungssicherheit. Deswegen ist es gut, dass wir nun weitere 1.000 Hektar Natur unter Schutz stellen und damit einen ersten Teil der Wiederherstellungsverordnung bereits umsetzen“, sagte Minister Goldschmidt in den Holstenhallen in Neumünster.
1.000 Hektar bis 2027
Bis zum Ende der Legislatur sollen folgende Gebiete beschleunigt ausgewiesen werden: der Winderatter See zwischen Flensburg und Kappeln, das Hasenmoor bei Bad Bramstedt, das Wittmoor bei Duvenstedt und das Moor Südlich Hövede und Tielenau-Tal im Kreis Dithmarschen.
„Wir stellen 1000 Hektar Moore, Seen und weitere Ökosysteme unter Schutz. Das ist ein starkes Signal gegen die Krise in der Natur und ein starker Schritt zur Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung.“
Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt
Die Wiederherstellungsverordnunghat zum Ziel, bis zur Mitte des Jahrhunderts die stark geschädigte Natur Europas wieder in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Sie gilt EU-weit und ist rechtlich verbindlich. Die Wiederherstellungsverordnung schreibt vor, dass alle Ökosysteme von Wäldern über Agrarlandschaften, Mooren, Seen und Flüssen bis hin zu Küstenlebensräumen wie Dünen und dem Meer wieder in einen guten Zustand versetzt werden müssen.
„Diese Verordnung legt die Latte hoch - dasist der Krise angemessen. Erstmals gibt sie verbindliche Fristen und Flächenziele für den Naturschutz vor – und verpflichtet die Mitgliedsstaaten zur Umsetzung. Das ist eine große Aufgabe. Aber wir fangen nicht bei Null an. Viele der benötigten Strukturen, Instrumente und Projektefür den Naturschutzsind bereits da, wir müssen vor allem schneller und effizienter werden, um die Ziele zu erfüllen. Mit dieser Verordnung haben wir jetzt die Chance, alle zusammen den Naturschutz-Turbo einzulegen“, so Goldschmidt im Rahmen des Natrschutztages.
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