KIEL. Heute (26.20.2026) nimmt das landesweite Aktionsnetzwerk Abfallvermeidung Schleswig-Holstein (ANAV-SH) seine Arbeit auf. Staatssekretär Joschka Knuth betonte bei der Auftaktveranstaltung im Umweltministerium: „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht
.“
„Wenn wir Produkte länger nutzen, reparieren statt wegwerfen und Mehrweglösungen anbieten und nutzen, schonen wir wertvolle Ressourcen und vermeiden unnötigen Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen
“, so Knuth weiter. „Zusätzlich führt die Wiederverwendung zu einem geringeren Bedarf an Primärrohstoffen, was unsere Abhängigkeit von internationalen Lieferketten verringern kann. Damit all das gelingt, brauchen wir das Wissen und das Engagement vieler unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure, die vernetzt denken, zusammenarbeiten und neue Ideen entwickeln
.“
Dafür kommen zentrale Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft in Arbeitsgemeinschaften zusammen. Das Netzwerk setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit, beteiligte Institutionen sollen strategische Partner werden. In der ersten Phase stehen die drei Handlungsfelder Reparatur, Wiederverwendung bzw. Mehrweg und Tourismus im Mittelpunkt, flankiert von der Querschnittsaufgabe Bildung. Bis zum Sommer 2027 sollen erste Arbeits- und Umsetzungspläne erarbeitet und abgestimmt werden.
Das Land möchte darauf hinwirken, dass das Aufkommen an Siedlungsabfällen bis 2030 um zehn Prozent gegenüber 2022 reduziert wird. Das Aktionsnetzwerk soll dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.
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