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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Sicheres Arbeiten an unseren Küsten - Gemeinsamer Besuch von Ministerin Touré und Minister Goldschmidt beim LKN.SH

Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt: „Unsere Wasserbauerinnen und Wasserbauer leisten hervorragende Arbeit. Ohne ihren täglichen Einsatz vor Ort könnten die Menschen in den überflutungsgefährdeten Gebieten nicht sorglos leben.“

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

KIEL/UELVESBÜLL. Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt und Arbeitsschutzministerin Aminata Touré besuchten heute gemeinsam den Bau- und Betriebshof des LKN.SH in Uelvesbüll. Dieser ist erst seit 2023 in Betrieb und wurde nach modernsten energetischen, technischen und arbeitsschutzrechtlichen Standards für den Küstenschutz geplant und gebaut. Die Arbeiten am Deich und anderen Küstenschutzanlagen sind vielfältig und finden oft unter herausfordernden Bedingungen statt. Gerade im Watt können Arbeitende tief versacken und müssen die Gezeiten immer im Blick behalten. Welche Schutzmaßnahmen für die Arbeitssicherheit und langfristige Gesundheit ergriffen werden, war Schwerpunkt des Besuchs.
 
Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt: „Die Küste nachhaltig zu schützen gehört genau so zu Schleswig-Holstein wie das Leben mit dem Meer. Doch die Klimakrise stellt uns vor ganz neue Herausforderungen. Die Bedeutung wehrhafter Deiche steigt mit dem Meeresspiegel. Unsere Wasserbauerinnen und Wasserbauer leisten hervorragende Arbeit. Ohne ihren täglichen Einsatz vor Ort könnten die Menschen in den überflutungsgefährdeten Gebieten nicht sorglos leben. Die Bedingungen sind oft anspruchsvoll: Witterungseinflüsse, Gezeiten, Arbeiten im und am Wasser sowie der Einsatz schwerer Maschinen und Geräte. Das verdient Anerkennung und den bestmöglichen Schutz.“
 
Arbeitsschutzministerin Aminata Touré: „Wer unsere Küsten schützt, muss selbst geschützt werden. Deshalb ist es wichtig, dass beim LKN der Arbeits- und Gesundheitsschutz so groß geschrieben wird. Der Landesbetrieb geht mit gutem Beispiel voran und passt die verschiedenen Maßnahmen und Programme immer wieder an neue Herausforderungen an. Davon konnte ich mich heute unter anderem bei dem Einsatz schwerer Maschinen überzeugen. Das alles geht nur mit großem Engagement und personellem Aufwand der Beschäftigten und Führungskräfte. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Es ist wichtig, dass Sie andere schützen und dabei auch auf sich selbst aufpassen.“
 
Eine wesentliche Aufgabe an der Westküste von Schleswig-Holstein ist die Instandhaltung von Lahnungen bzw. Lahnungsfelder. Die Methode und das Handwerk ist so alt, wie die Landgewinnung selbst. Bei Wind und Wetter gehen die Wasserbauerinnen und Wasserbauer ins Watt, rammen Pfähle in langen Reihen ein und verfüllen diese mit Reisig. So wird dem Meer durch die Gezeiten Sediment abgerungen, die Küstenlinie erhalten und die Wirksamkeit der Deiche erhöht. Die Lahnungen dämpfen die Wellen und reduzieren so die Seegangsenergie, die auf Watt und Vorland wirken. Nach einer kurzen Vorstellung der Pfahlramme und einer arbeitsschutzbezogenen Einweisung konnten Ministerin Touré und Minister Goldschmidt die Wasserbauerinnen und Wasserbauern ins Vorland begleiten und symbolisch an einer Demonstration der Pfahlramme mitwirken.
 
Neben der Unterhaltung der bestehenden Lahnungsfelder gehören auch die Instandsetzung von Deckwerken, Einfriedungsarbeiten, die Bekämpfung von deichschädlichen Tieren und Pflanzen, sowie die Räumung von Treibsel zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Deiche zu den Aufgaben des Küstenschutzes.
 
Weitere Informationen zum Bau- und Betriebshof Uelvesbüll:
 
Die Heiztechnik im neuen Gebäude erfolgt klimaneutral durch eine ressourcensparende Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Energieversorgung für den Eigenverbrauch wird zukünftig durch eine Photovoltaikanlage (zurzeit 10kw, erweiterungsfähig) auf dem Dach sichergestellt. Des Weiteren stehen den Mitarbeitern des LKN.SH von heute an 2 E-Ladestationen für die E-Mobilität zur Verfügung. Modernste Büroarbeitsplätze mit Landesnetzanschlüssen, Telefonie und schnellem Internet sorgen für einen technisch sehr gut ausgerüsteten Arbeitsplatz.
 
Das alte Gebäude musste verlegt werden, weil der Standort in der zukünftigen Trasse der zu verstärkenden Landesschutzdeiche des Uelvesbüller-, Adolfs- und Simonsberger Kooges liegt.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Clara van Biezen, Carolin Wahnbaeck, Jonas Hippel, | Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@mekun.landsh.de | Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.mekun.schleswig-holstein.de

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