Navigation und Service

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) : Thema: Ministerien & Behörden

Keine Zukunft für die Schleifähre "Missunde III"

Letzte Aktualisierung: 10.08.2026

Kosel/Brodersby. Jetzt steht fest, wie es mit der Schleiquerung zwischen Brodersby und Kosel/Missunde weitergeht: Die "Missunde II" kommt in die Werft und soll nach dem Ende der Sommersaison wieder von der "Missunde III" übernehmen, die im Dauerbetrieb keinen verlässlichen Fährbetrieb gewährleisten konnte. Gleichzeitig beginnt das Land mit der Planung einer neuen Fähre. Welche Beeinträchtigungen gibt es dadurch im Fährverkehr? Das erfahren Sie aktuell unter www.schleifahre-missunde.de.

"Eine Fähre muss vor allem eines: verlässlich fahren", sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen am 7. August. "Die Missunde III hat das trotz aller Reparaturen und Nachbesserungen bisher nicht geschafft. Mit dem Prinzip Hoffnung lässt sich keine Fähre betreiben, vor allem wenn es um die Sicherheit der Menschen geht. Deshalb haben wir entschieden: Die Missunde II kommt in die Werft und wird für den Einsatz vorbereitet. Dort wird sie technisch überholt." Erklärtes Ziel sei es, dass sie nach der Saison wieder eingesetzt werden könne. Außerdem starte nun die Planung einer neuen Fähre. Die Entscheidung sei gefallen und werde jetzt umgesetzt."

"Wir brauchen keine Fähre, die auf dem Papier alles kann, sondern eine, die jeden Tag zuverlässig fährt. Genau daran arbeiten wir jetzt", sagte Madsen. Die Vorbereitung der Geltendmachung möglicher Schadensersatzansprüche gegen das beauftragte Konstruktionsbüro wird unabhängig davon fortgeführt. Dazu werden auch Gutachten eingeholt.

"Die Menschen in der Region haben lange genug mit Ausfällen, Unsicherheit und weiten Umwegen leben müssen. Sie wollten zu Recht wissen, wie es weitergeht. Dafür gibt es jetzt den Plan. Wir ziehen die Konsequenzen und sorgen dafür, dass sich die Menschen wieder auf ihre Fährverbindung verlassen können", so der Verkehrsminister. Das Vorgehen sei mit dem Umweltministerium besprochen. Dort ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) angesiedelt, der die Fähre für das Wirtschafts- und Verkehrsministerium betreibt.

Der LKN.SH hatte die Missunde III am 30. Juli wegen erneuter Probleme beim Anlegen aus dem Betrieb genommen und am 8. August, nach dem Einbau einer zusätzlichen Sicherung, wieder eingesetzt. Seit ihrer Inbetriebnahme Ende April war die Fähre bereits mehrfach ausgefallen.
Die Schleiquerung wird jährlich neben zahlreichen Fußgängern von rund 120.000 Fahrzeugen und 50.000 Fahrrädern genutzt.

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link:

Datenschutz