Navigation und Service

Landesjugendamt
Schleswig-Holstein
: Thema: Ministerien & Behörden

Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe mit den Kinder- und Jugendpsychiatrien

Das Projekt CONSILIUM


Letzte Aktualisierung: 04.05.2026

Erfahrungen haben gezeigt, dass der Umgang mit (potentiell) traumatisierten Kindern und Jugendlichen an der Schnittstelle von stationärer Jugendhilfe und stationärer Psychiatrie nicht befriedigend geregelt ist. Immer wieder werden „schwierige“ Kinder und Jugendliche von den sie betreuenden Einrichtungen in den Kinder- und Jugendpsychiatrien (KJP) „abgegeben“, weil die Betreuungskräfte mit diesen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zurechtkommen und psychiatrischen Behandlungsbedarf sehen. Von den KJPen wird jedoch häufig keine stationär behandlungsbedürftige psychiatrische Erkrankung diagnostiziert, so dass die Kinder und Jugendlichen nach kurzem Aufenthalt wieder an die Einrichtungen „zurückgegeben“ werden.

Um diesem „Drehtüreffekt“ zu begegnen, hat das zuständige Ministerium/Landesjugendamt gemeinsam mit den vier stationären KJPen in Schleswig-Holstein (Schleswig, Lübeck, Kiel und Elmshorn) das Projekt CONSILIUM gestartet. Es verfolgt folgende Ziele:

  • Stabilisierung von (potentiell) traumatisierten Kindern und Jugendlichen durch niedrigschwellige Maßnahmen in den Einrichtungen selbst
  • Vermeidung unnötiger Einweisungen in die stationäre KJP
  • Verbesserung der Zusammenarbeit von KJP und Jugendhilfe

Förderung

Das Land fördert das Projekt auf Basis einer Förderrichtlinie, die vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2029 gilt. Förderung erhalten die KJPen für folgende Maßnahmen:

  • Schulung und Beratung von Betreuungskräften in Jugendhilfeeinrichtungen
  • bedarfsorientierte Konsiltermine in Jugendhilfeeinrichtungen
  • Etablierung von Netzwerken zwischen stationärer Jugendhilfe und KJP für Austausch und Absprache, allgemein und bezogen auf Einzelfälle

Ansprechstellen

Interessierte Einrichtungsträger und Betreuungskräfte können sich zur Vereinbarung von Beratungs- und Konsilterminen direkt an die regional zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wenden.

Termine und Themen der Online-Fortbildungsreihe

Für die Schulung und Beratung von Betreuungskräften werden monatliche Online-Fortbildungen angeboten, in denen fundiertes Wissen über die Grundlagen und Hintergründe einzelner Krankheitsbilder und Themen vermittelt wird. Nähere Informationen zu diesen Online-Fortbildungen im Jahr 2026 erhalten Sie hier:

Termine 2026 für die Online-Fortbildungsreihe Modul II „Symposium zwischen den Meeren – Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in einem Boot“

an jedem 2. Mittwoch im Monat (10 – 12 Uhr)
Anmeldung zum Newsletter zur Fortbildungsreihe auf der Website: www.consilium-sh.de
Über den Newsletter werden monatlich die Links zur Teilnahme an den Online-Fortbildungen versandt. 

DatumTitel
14.01.2026Krisenintervention – Wünsche und Wirklichkeiten aus zwei Blickwinkeln
11.02.2026Stigmatisierung und Scham (die Psychiatrie, die psychiatrische Diagnose), Fragen oder lieber schweigen? 
11.03.2026Kinder- und jugendpsychiatrische/ psychotherapeutische Diagnostik und Psychotherapie stationär, ambulant (PIA und Niedergelassene)
08.04.2026ADHS – Was ist das eigentlich genau und warum können Medikamente helfen 
13.05.2026Selbstverletzung – was versteht man darunter, was kann man tun, was soll man tun 
10.06.2026Verantwortungsgemeinschaft stationäre Jugendhilfe, Klinik und Schule 
08.07.2026Sommerferien - Pause 
12.08.2026Sommerferien - Pause 
09.09.2026Hinweise auf und Umgang mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen - FASD 
14.10.2026Umgang mit Medien 
11.11.2026Chancen und Risiken der (begrenzten) Optionen medikamentöser Therapie in kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlungen 
09.12.2026Elternarbeit und Familientherapie 

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link:

Datenschutz