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Schleswig-Holsteinische
Landesbibliothek
: Thema: Ministerien & Behörden

„Wiedergutgemacht? Perspektiven auf NS-Verbrechen und ihre Aufarbeitung in Kiel und Schleswig-Holstein“ am 13.05.2026

Letzte Aktualisierung: 27.04.2026

„Wiedergutgemacht? Perspektiven auf NS-Verbrechen und ihre Aufarbeitung in Kiel und Schleswig-Holstein“ – Neunter Themenabend des Kieler Gelehrtenverzeichnisses zur Kieler Bücherverbrennung

Veranstalter: Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek/ Kulturspeicher 

Ansprechpartnerin: Anne Krohn, M. Ed. (Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kieler Gelehrtenverzeichnis, akrohn@histosem.uni-kiel.de)

Veranstaltungsort: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek/ Kulturspeicher im Sartorikai, Wall 47-51

Am 10. Mai 1933 setzte sich ein Fackelzug vom damaligen Hauptgebäude der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Bewegung und marschierte zum Wilhelmplatz. Studierende, Professoren und weitere Anhänger des nationalsozialistischen Regimes errichteten einen Scheiterhaufen und verbrannten in dieser Nacht zahlreiche Bücher – der Höhepunkt der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“. Wie in vielen weiteren Städten fiel die von der Deutschen Studentenschaft aufgeführte „verbrennungswürdige“ Literatur auch in Kiel den Flammen zum Opfer. Nur kurz zuvor hatte der Kieler Philosophieprofessor Ferdinand Weinhandl auf einer Versammlung in der vollbesetzten Aula seine Gefolgschaft mit martialischen Worten auf die Bücherverbrennung eingestimmt: 
„In einer Stunde wird die deutsche Studentenschaft ein Stück des Ungeistes der letzten vierzehn Jahre den Flammen übergeben. In ganz Deutschland werden heute in dieser Nacht tausende von Schriften und Büchern verbrannt werden, die als zersetzendes Gift an unserem Volkskörper fraßen.“ 

Ausgehend von den Ereignissen der Kieler Bücherverbrennung lädt das Team des Kieler Gelehrtenverzeichnisses an der Abteilung für Regionalgeschichte erneut zu einem Themenabend in das Forum der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek/ Kulturspeicher ein. Dieses Jahr nehmen wir das Erinnern an die schrecklichen Ereignisse im Mai 1933 zum Anlass, um in drei Vorträgen den Blick auf NS-Verbrechen und deren Aufarbeitung von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis heute zu lenken.

Der Eintritt ist frei. 

Direkt am Kulturspeicher stehen keine öffentlichen Autoparkplätze zur Verfügung. Bitte nutzen Sie Parkmöglichkeiten in der näheren Umgebung.

Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr. 

Programm: 

Begrüßung
Anne Krohn, Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel, Kieler Gelehrtenverzeichnis 

Grußwort 
Markus Hundt, Vizepräsident der CAU zu Kiel

Grußwort 
Volker Cirsovius, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek/ Kulturspeicher Kiel 

Die Kieler Bücherverbrennung als Karriere-Sprungbrett: Paul Karl Schmidt und Friedrich Knolle
Sabine Moller, Werkstatt 20. Jahrhundert/ Stadtgeschichte3

Wiedergutgemacht? Zum Umgang mit Anträgen auf Entschädigung und Rückerstattung jüdischen Eigentums in Schleswig-Holstein 
Sven Hamann, Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel

„Sie können uns ja nicht zwingen.“ Die Tötung des jüdischen Rechtsanwalts Friedrich Schumm am 1. April 1933 und ihre strafrechtliche Aufarbeitung in der Nachkriegszeit
Laura Potzuweit, Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel

📍 Die Veranstaltung findet in unserem Forum statt.

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