KIEL/NOER-LINDHÖFT. Mehr als 100 Frauen aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung, Verbänden und Politik sind heute (20. August) auf dem Lindhof der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zusammengekommen, um sich im Rahmen des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven auszutauschen. Unter dem Motto „Frauen gestalten Landwirtschaft. WIR vernetzen uns.“ hatte Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg zu der landesweiten Netzwerkveranstaltung eingeladen.
Frauen sind eine tragende Säule der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Sie führen Höfe und Unternehmen, entwickeln neue Geschäftsideen, übernehmen Verantwortung in Familienbetrieben, Verbänden und Ehrenamt und gestalten den Wandel der Branche maßgeblich mit. Mit der Netzwerkveranstaltung setzt das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) im UN-Jahr der Frauen in der Landwirtschaft bewusst ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit, stärkere Vernetzung und bessere Rahmenbedingungen für Frauen im Agrarsektor.
„Ich begegne in Schleswig-Holstein jeden Tag Frauen, die mit großem Engagement Verantwortung für ihre Höfe, ihre Familien und ihre Betriebe übernehmen. Sie halten landwirtschaftliche Unternehmen zusammen, treiben Innovationen voran und sichern die Zukunft unserer ländlichen Räume. Trotzdem stehen ihre Leistungen oft nicht im Mittelpunkt. Das möchte ich ändern. Denn eine starke Landwirtschaft braucht starke Frauen – und starke Frauen brauchen starke Netzwerke
“, sagte Schmachtenberg.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Impulsvorträge aus Wissenschaft und Praxis sowie ein World Café, in dem die Teilnehmerinnen konkrete Bedarfe und Handlungsempfehlungen für Politik, Verbände und Beratung erarbeiteten. Die Ergebnisse wurden der Ministerin übergeben und sollen in die weitere Arbeit des MLLEV einfließen.
„Heute haben wir nicht nur miteinander gesprochen, sondern vor allem voneinander gelernt. Die vielen Erfahrungen und Anregungen der Teilnehmerinnen zeigen, wie groß das Potenzial ist, wenn Frauen sich vernetzen und gegenseitig stärken. Diese Impulse nehmen wir mit in unsere politische Arbeit. Wer die Zukunft unserer Landwirtschaft gestalten will, muss die Leistungen von Frauen sichtbar machen und ihnen die Möglichkeit geben, Verantwortung zu übernehmen und ihre Ideen einzubringen. Genau daran werden wir weiter arbeiten.
“, sagte die Ministerin.
Neben den Fachvorträgen präsentierten sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“ verschiedene Initiativen und Beratungsangebote, darunter die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein. Ziel war es, bestehende Unterstützungsangebote sichtbarer zu machen und neue Kooperationen anzustoßen.
Hintergrund: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt. Ziel ist es, den Beitrag von Frauen zur Ernährungssicherung, zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft und zur Entwicklung ländlicher Räume stärker sichtbar zu machen und ihre Teilhabe an Entscheidungsprozessen zu fördern.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Mathis Knospe | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail:
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