Schleswig-Holstein investiert im kommenden Jahr knapp 400 Millionen Euro in die soziale Wohnraumförderung. Nun stehen die Projekte fest, die davon profitieren könnten.
Insgesamt 57 Projekte in ganz Schleswig-Holstein können im kommenden Jahr die soziale Wohnraumförderung in Anspruch nehmen. Der Schwerpunkt liegt in den Ballungsräumen bzw. dort, wo der Bedarf besonders hoch ist. Aber auch der ländliche Raum wurde mit beispielsweise Bredstedt, Marne, Meldorf, Rieseby, Selent oder Süderbrarup berücksichtig. Auch wurden wichtige Bauvorhaben bedacht, die in den vergangenen Jahren nicht oder wenig zum Zuge kamen, zum Beispiel in Neumünster und Flensburg. In einigen Orten sind auch mehrere Vorhaben geplant.
Mehr als 1.800 bezahlbare Wohneinheiten können dadurch unterstützt werden. Investoren können mit Hilfe der Förderung zusätzlich privat finanzierten Wohnraum schaffen und insgesamt mehr als 4.200 Wohneinheiten bauen. Das sind rund zwei Drittel des insgesamt geplanten Geschosswohnungsbaus in Schleswig-Holstein im kommenden Jahr. Die Ausgewählten müssen nun einen vollständigen Förderantrag stellen. Der abschließende Förderbescheid wird erst nach der Bewertung der Unterlagen erteilt.
"Die Soziale Wohnraumförderung ist seit einigen Jahren eine unverzichtbare Unterstützung der Wohnungswirtschaft im Land", betont Innenministerin Magdalena Finke. Hohe Herstellungskosten trügen dazu bei, dass viele Investorinnen und Investoren erst durch die Wohnraumförderung Projekte umsetzen könnten, erläutert die Ministerin. Deshalb habe das Land im kommenden Jahr 100 Millionen Euro zusätzlich eingeplant, um erneut 400 Millionen Euro insgesamt bereitzustellen. "So schaffen wir weiterhin zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum auf dem hohen Niveau der Vorjahre und unterstützen auch maßgeblich den frei finanzierten Wohnungsbau", sagt Finke.
Kosten in Schleswig-Holstein gesunken
Um möglichst viele Projekte fördern zu können, gilt in Schleswig-Holstein der sogenannte Regelstandard "Erleichtertes Bauen", der gewisse Standards, aber nicht die Wohnqualität senkt. Investoren können auch mit höheren Standards bauen, allerdings werden diese Kosten dann nicht gefördert. Der Regelstandard hat dafür gesorgt, dass in Schleswig-Holstein erstmals seit Jahrzehnten die Herstellungskosten durchschnittlich um 14 Prozent und in Einzelfällen um bis zu 30 Prozent gesenkt werden konnten.
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