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: Thema: Ministerien & Behörden

Mehr Europabildung in der Schule

Europa für Schülerinnen und Schüler erlebbar machen – darum geht es beim Internationalen Europabildungskurs. 20 Lehrkräfte aus Schleswig-Holstein, Dänemark, Irland, Frankreich, Lettland und Zypern erhielten nun das Kurszertifikat.

Letzte Aktualisierung: 18.02.2026

Gruppenbild aller Teilnehmenden.
Internationale Begegnung: Bei der Zertifikatsfeier waren Gäste aus Frankreich, Lettland und Griechenland dabei.

Was bedeutet eigentlich Europa? Und wie können Schülerinnen und Schüler sich dem Thema handlungsorientiert und altersgerecht nähern? Ein Quiz über Zahlen zu Europa, wie viele Schafe es in Irland und wie viel Strand es pro Dänen gibt, die Beschäftigung mit FakeNews in Osteuropa oder der Vergleich zwischen Hafenstadt Kiel und Hafenstadt Ventspils in Lettland sind drei Beispiele, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften entwickelt haben. Erster Schritt war für die teilnehmenden Lehrkräfte ein 4-tägiges Seminar zu Methoden für die zielgruppengerechte Wissensvermittlung aufzuzeigen. In der nächsten Phase setzten die Lehrkräfte die Anregungen in die Praxis um und entwickelten eigene Projekte.

Praktische Begegnungen und Austausche

Entstanden sind dabei Begegnungen von der Grundschule bis zur Oberstufe mit Gleichaltrigen in Frankreich, Irland, Dänemark, Rumänien oder Lettland. Neben dem digitalen Kontakten über die Plattform eTwinning fanden auch persönliche Austauschtreffen statt.

Europabildung als Teil der Demokratiebildung

Jedes Austauschprogramm ist eine Investition in den Frieden, in gegenseitiges Verständnis, in Demokratie und Freiheit. Das muss erlebt und erfahren werden und genau dies tun wir heute“, betonte Staatssekretär von der Heide bei der Zertifikatsfeier im Kieler Rathaus. Europabildung sei deshalb Teil der Demokratiebildung und somit entscheidend für Schulen heute.

Grenzen überwinden: Austausch und gemeinsame Projekte

Der Zertifikatskurs Europakompetenz des IQSH vermittelt Lehrkräften notwendiges Wissen und fördert projektorientiertes Arbeiten an Schulen. Lehrkräfte erhalten Impulse, organisatorische Hilfen sowie Ansprechpartner und erlernen handlungsorientierte und altersgerechte Methoden und Szenarien. Das Ziel ist es, europäische Werte wie Freiheit, Demokratie und Frieden zu vermitteln. Um das Zertifikat zu erhalten, setzen die Lehrkräfte das Erlernte in ihren Schulen praktisch um und präsentieren später die Ergebnisse bei einer Abschlussfeier. Nachbarschaftliche Bekanntschaft mit Dänemark vertiefen oder die Gemeinsamkeiten von Ostseestädten in Deutschland und Lettland kennenlernen sind zwei Beispiele wie dies gelingen kann. Möglich ist auch ein neuer Schüleraustausch, bei dem demokratische Formen in der jeweiligen Schule verglichen werden. „Es ist viel leichter als gedacht,“ fasst Philipp Wilkening, Lehrer am Coppernicus-Gymnasium in Norderstedt zusammen. Er begleitete seine Q1-Klasse nach Rumänien, wo die Jugendlichen über Formen der Mitbestimmung und Handyverbote an Schule debattierten.

Kostenfreie Fortbildung dank EU-Förderung

Finanziert wird der Zertifikatskurs durch das Jean-Monnet-Programm der EU durch Erasmus+. Die 4-tägige Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten und Fächerkombinationen ist kostenfrei. Fahrtkosten für Lehrkräfte aus dem europäischen Ausland werden übernommen.

Europäische Identität durch persönliche Erlebnisse stärken

Ein Superprojekt“, betont Kerim Yilmaz, Lehrer am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Kiel. Bei seinem Projekt verglichen die Schülerinnen und Schüler die Lebensbedingungen in Kiel und Ventspils in Lettland und führten Interviews mit Unternehmen vor Ort. „Wie sonst sollen sich Schülerinnen und Schüler als Europäer identifizieren? Das europäische Parlament ist für sie zu abstrakt, aber das Menschliche verbindet“.

Der nächste Zertifikatskurs Europakompetenz findet vom 2.bis 5. November 2026 in Rendsburg statt, Bewerbungen sind bis zum 30. Juni möglich.

Weitere Informationen

https://fachportal.lernnetz.de/sh/themen/europabildung/zertifikatskurs-europakompetenz.html

Kontakt

Andrea Heering
Referentin für Europabildung in der Schule, IQSH

Impressionen der Veranstaltung

Ein Tag in Kiel und in Ventspils: Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aus Kiel und Lettland.
Kontakte zu dänischen Nachbarn vertiefen – ein Projekt aus Norderstedt.
Andrea Heering, Koordinatorin des Projekts, gratuliert Philipp Wilkening, Lehrer am Coppernicus-Gymnasium, zu erfolgreich bestandenen Zertifikat.
Die frisch zertifizierten Lehrkräfte des Internationalen Zertifikatskurses Europabildung im Ratssaal der Stadt Kiel.
Schülerinnen und Schüler aus Schleswig bei der Abschlussfeier.

PS: Es gibt 3,1 Millionen Schafe in Irland und 40 cm Strand pro Person in Dänemark.

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