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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Früh fördern, erfolgreich starten: EVi wird verbindlich

Sprachförderung stärkt den Übergang von der Kita in die Grundschule in Schleswig-Holstein.

Letzte Aktualisierung: 01.04.2026

Mit dem Programm "Entwicklungsfokus Viereinhalb" (EVi) stärkt das Land Schleswig-Holstein gezielt den Übergang von der Kita in die Grundschule. Künftig werden die Kompetenzen aller Kinder frühzeitig und verbindlich erfasst – insbesondere in den Bereichen Sprache, Soziales, Naturwissenschaften und Motorik – und bei Bedarf gezielt gefördert. Die notwendigen gesetzlichen Änderungen im Schul- und Kita-Gesetz befinden sich gerade im Anhörungsverfahren.

Geplant ist, ab dem Jahr 2028 die sprachlichen Fähigkeiten von allen Kindern in Schleswig-Holstein verbindlich zu erfassen, die 2029/30 eingeschult werden. Dies geschieht in einem ersten Schritt bereits in der Kita und daran anschließend auch in der Schule. Wird insgesamt ein besonderer Förderbedarf festgestellt, folgt eine ebenfalls verpflichtende Sprachförderung, die vor der Einschulung stattfindet.

Darüber hinaus führen ab dem Kindergartenjahr 2027/28 alle öffentlich geförderten Kitas verbindliche Kompetenzchecks unter anderem in den Bereichen Soziales, Naturwissenschaften und Motorik durch. Darauf aufbauend erfolgt eine individuelle, alltagsintegrierte Förderung.

Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke betont, dass eine frühzeitige Förderung entscheidend für den späteren Lernerfolg ist: "Jede Stunde mehr an Förderung verbessert die sprachlichen Kompetenzen und trägt dazu bei, dass die Kinder sich am Unterricht in der Grundschule beteiligen können. Das schafft positive Lernerlebnisse und Lernerfolge. Und das ist die Voraussetzung, damit mehr Schülerinnen und Schüler die Standards in Lesen und Schreiben in der Grundschule erreichen. Damit sichern wir langfristig den Bildungserfolg aller Kinder."

Familienministerin Aminata Touré hebt hervor: "Wir wollen als Landesregierung alle Kinder schon im Kita-Alter erreichen, um ihnen möglichst gute Startchancen zu ermöglichen. Mit dem Programm EVi gehen wir bald flächendeckend weiter in Richtung Bildungs- und Chancengerechtigkeit, denn wir wollen Kindern die Fördermöglichkeiten in Kita und Schule ermöglichen, die sie für einen guten Start in die Schule brauchen."

Die schrittweise Einführung der Maßnahmen ist ab 2027 geplant, ab dem Schuljahr 2028/29 wird EVi landesweit verbindlich umgesetzt. Ministerin Stenke: "Wir werden 2028 die Erprobungsphase verlassen und gehen in die Verbindlichkeit. EVi wird der neue Standard in der vorschulischen Sprachstandserhebung und Sprachförderung. Das gilt für alle Kinder und ist unabhängig davon, ob sie eine Kindertageseinrichtung besuchen."

Ergänzend wird die Grundlage für ein zentrales digitales Schülerverzeichnis geschaffen, um die Einhaltung von Schulpflicht, Sprachstandsfeststellung, Förderung und Schuleingangsuntersuchung sicherzustellen. Erfasst werden die Daten aller Kinder ab vier Jahren sowie ihrer Eltern, um den Übergang in die Schule und den gesamten Bildungsweg nahtlos zu begleiten.

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