Mehr Plätze, mehr Chancen – wie das Land junge Talente für den Schuldienst gewinnt.
Letzte Aktualisierung: 13.02.2026
Schleswig-Holstein bleibt ein Magnet für angehende Lehrkräfte: Die Nachfrage nach Plätzen im Vorbereitungsdienst steigt weiter – besonders in den Lehrämtern für Grundschulen und Sonderpädagogik. Hier verzeichnet das Bildungsministerium im Vergleich zum vorherigen Schuljahr einen Anstieg der Bewerbungen um 32 beziehungsweise 30 Prozent. Noch größer ist das Interesse am Lehramt für Gemeinschaftsschulen, wo die Bewerbungszahlen um über 40 Prozent gestiegen sind.
Um dieser positiven Entwicklung Rechnung zu tragen, hat das Land 40 zusätzliche Ausbildungsplätze an den allgemeinbildenden Schulen geschaffen. Zum 1. Februar 2026 begannen insgesamt 551 Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst – ein klares Signal für die Attraktivität des schleswig-holsteinischen Bildungssystems.
Zielgerichtete Förderung für Regionen mit besonderem Bedarf
Ein besonderer Erfolg ist die steigende Zahl der Einstellungen in den Vorbereitungsdienst mit Anwärtersonderzuschlag: 83 Lehrkräfte profitieren im Schuljahr 2025/26 von diesem Angebot – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Der monatliche Zuschlag von 250 Euro wird für den Einsatz an Grundschulen und Förderzentren in Regionen mit besonders hohem Lehrkräftebedarf gezahlt. Darunter fallen die Kreise Steinburg, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Dithmarschen und Pinneberg sowie die nordfriesischen Inseln. Für das Lehramt Sonderpädagogik gilt dies auch in der Stadt Neumünster. Der Zuschlag ist mit der Verpflichtung verbunden, nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes mindestens fünf Jahre, davon mindestens 18 Monate im jeweiligen Kreis, im Schuldienst des Landes Schleswig-Holstein tätig zu sein.
"Wir haben mit dem Zuschlag gezielt einen Anreiz gesetzt, um Lehrkräfte für bestimme Regionen zu gewinnen. Die stetig steigende Nachfrage zeigt, dass dieses Instrument der Lehrkräftegewinnung funktioniert. Ich freue mich für vor allem für die Schulen, die jetzt für sich werben können", betont Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke.
Neue Wege für internationale Lehrkräfte
Auch bei der Gewinnung ausländischer Lehrkräfte zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Zahl der Einstellungen in den Anpassungslehrgang, den ausländische Lehrkräfte absolvieren müssen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. 65 Lehrkräfte starten 2025/26 in diesem Programm – ein weiterer Beitrag zur Vielfalt und Fachkräftesicherung im schleswig-holsteinischen Schuldienst.
Sicherer Übergang in den Schuldienst
Für Lehrkräfte, die ihren Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen haben, bietet das Land mit dem Modell "Abordnung Plus" eine weitere Perspektive: Wer drei Jahre an einer Schule mit höherem Bedarf unterrichtet, erhält im Anschluss eine Stelle an einer Wunschschule. Dieses Modell hat sich bewährt – im Schuljahr 2025/26 konnten bereits 42 Lehrkräfte auf diesem Weg eingestellt werden und das Stellenbesetzungsverfahren läuft noch.
"Für einen hohen Teil von ausgebildeten Lehrkräften im Vorbereitungsdienst führt der Weg direkt in den Schuldienst des Landes Schleswig-Holstein. Im Jahr 2025 wurden über 90 Prozent der ehemaligen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst befristet oder unbefristet in den schleswig-holsteinischen Schuldienst eingestellt. Das gilt ganz besonders für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt Sonderpädagogik", so Ministerin Dr. Stenke.
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