SANSCHO-Zwischenbericht bestätigt den Kurs des Landes gegen Absentismus.
Letzte Aktualisierung: 17.02.2026
Schleswig-Holstein fördert Forschung – und handelt
Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts SANSCHO („Schulbesuch und Schulabbruch in Schleswig-Holstein“) liegen vor. Sie bestätigen Ziele und Maßnahmen des Bildungsministeriums. Die Projektverantwortlichen Prof. Dr. Marie-Christine Vierbuchen (Europa-Universität Flensburg) und Prof. Dr. Heinrich Ricking (Universität Leipzig) leisten mit SANSCHO wichtige Pionierarbeit in der Erforschung des bundesweiten Phänomens Schulabsentismus. Diese unterstützt das Land mit rund 691.000 Euro.
"Diese Studie ist das bundesweit erste Forschungsprojekt, das Schulabsentismus so intensiv und grundsätzlich erforscht. Wir schaffen damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, um Ursachen frühzeitig zu erkennen, Entwicklungen besser zu bewerten und unsere Strukturen gezielt weiterzuentwickeln – für eine wirksame individuelle Unterstützung aller betroffenen Schülerinnen Schüler", so Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke. Die Erkenntnisse bestätigen zentrale Leitlinien des Konzepts zum Schulabsentismus und helfen, dieses evidenzbasiert anzupassen.
Grundlage ist eine Befragung von 5.500 Schülerinnen und Schülern sowie 513 Lehrkräften an 54 Schulen. Wesentliche Erkenntnisse sind: Schulzugehörigkeit und Sicherheitsgefühl gehören zu den wichtigsten Schutzfaktoren gegen Schulbesuchsprobleme. Damit stützen die Befunde die strategische Ausrichtung des „Rahmenkonzepts Schule 2035“, das unter anderem das Wohlbefinden und die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler als zentrales Bildungsziel und Grundlage erfolgreichen Lernens beschreibt.
Dass Schleswig-Holstein auf dem richtigen Weg ist, zeigten auch die im Rahmen der Präsentation von Prof. Dr. Vierbuchen vorgestellten Zahlen: So ging die Zahl "problematischer Fehlzeiten" (11 - 20 unentschuldigte Fehltage) vom Schuljahr 2023/24 auf das Schuljahr 2024/25 um 4,9 % zurück,
"gravierende Fehlzeiten" (21-40 Fehltage) reduzierten sich um 19,5 %
und die Zahl "massiver Fehlzeiten" (>40 Tage) reduzierte sich sogar um mehr als 26 %.
2026 startet der Praxistransfer in eine wissenschaftlich begleitete Schulentwicklung. Die SANSCHO-Studie läuft noch bis Ende 2027.
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