Anlässlich des heute vorgestellten Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2025 äußert sich Dr. Gerhard Ulrich, Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, wie folgt:
"Der Verfassungsschutzbericht 2025 zeigt mit 97 ausgewiesenen antisemitischen Straftaten: Die Lage bleibt sehr ernst. Wie beim aktuellen LIDA-Monitoring gilt, dass ein Rückgang von Zahlen im Vergleich zum Vorjahr kein Anlass zur Entwarnung ist. Die im Bericht aufgeführten Beispiele führen sehr deutlich vor Augen, wie brisant und gefährlich solche Vorfälle für die Betroffenen sind. Die dokumentierte, konfrontative Gewaltbereitschaft ist erschreckend.
Der Verfassungsschutzbericht zeigt zudem erneut, dass Antisemitismus in unterschiedlichen extremistischen und gesellschaftlichen Milieus auftritt und deshalb Wachsamkeit von uns allen verlangt. Umso wichtiger ist, dass antisemitische Straftaten konsequent verfolgt und aufgeklärt werden. Eine hohe Aufklärungsquote ist dafür ein wichtiges und ermutigendes Signal.
Ich bin den Sicherheitsbehörden, dem Innenministerium und insbesondere dem Verfassungsschutz für ihre wichtige Arbeit ausgesprochen dankbar. Antisemitismus bedroht nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern unser demokratisches Zusammenleben insgesamt. Deshalb dürfen wir bei Prävention, Aufklärung und konsequenter Verfolgung nicht nachlassen."
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