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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Bildungsministerin Dr. Stenke: Vorbereitungsdienst für Lehrkräfte wird reformiert

Mehr individuelle Tools und Ausbildungscoaching

Letzte Aktualisierung: 30.03.2026

KIEL. Der Vorbereitungsdienst für das Lehramt wird in Inhalt und in Struktur reformiert. Die Lehrkräfte, die zum 1. August 2026 ihren Vorbereitungsdienst in Schleswig-Holstein beginnen, sollen zukünftig stärker unterstützt werden und ihre Ausbildungsmodule individueller wählen können. Auch ein Ausbildungscoaching soll angeboten werden. Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke: „Wir werden flexibel in der 2. Phase der Lehrkräfteausbildung. Damit entsprechen wir dem Wunsch vieler junger Lehrkräfte. Sie möchten individuelle Schwerpunkte setzen und sich so noch gezielter auf den Beruf vorbereiten. Nach dem neuen Modell wird das zukünftig stärker als bisher möglich sein.“ Die Änderungen sind in der Neufassung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Lehrkräfte – APVO Lehrkräfte“ geregelt. Sie ist aktuell in der Anhörung und soll zum 1. August 2026 in Kraft treten. 

Geplante Änderungen im weiterhin 18monatigen Vorbereitungsdienst: 

  • Mehr Unterricht unter Anleitung:
    Bisher geben Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) zehn Stunden eigenverantwortlichen Unterricht. Dieser eigenverantwortliche Anteil soll sich im ersten Ausbildungshalbjahr um zwei auf acht Stunden reduzieren. In den zwei Stunden ist für die LiV mehr Zeit für Hospitationen und Unterricht unter Anleitung. 
  • Individuelle Wahlmöglichkeiten:
    Es soll künftig neben den Pflichtveranstaltungen einen Wahlbereich von mindesten 48 Stunden geben, damit die LiV ihre Aus­bildungsinhalte nach individuellem Bedarf wählen können. Inhalte können nach dem neuen Modell vertieft und Grundlagen gestärkt werden. Im Wahlbereich werden Themen wie Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und durchgängige Sprachbildung angeboten. 
  • Neu ist ein online-Tool zur Selbstreflexion und Entwicklung. Es hilft dabei, individuell passende Wahlveranstaltungen und andere Angebote auszuwählen . 
  • Die Ausbildungsberatungen des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSHund des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB) können auf Wunsch auch ein Ausbildungscoaching umfassen. Es gibt also Beratung und Coaching. 
  • Die Hausarbeit entfällt. Stattdessen sind Zertifikatskurse zu absolvieren, für die einheitliche Rahmenbedingungen gelten. Es wird beispielsweise Zertifikatskurse zur Leistungs- und Kompetenzentwicklung geben. 
  • Zudem wird die Einrichtung von Ausbil­dungszentren ermöglicht: Ein Ausbildungszentrum ist eine Schule oder ein Zusammenschluss mehrerer Schulen, in dem die Ausbildung an der Schule durch Studienleitungen übernommen wird. Damit wird Schulen insbesondere in Regionen, die bisher aufgrund fehlender Ausbildungslehrkräfte nicht ausbilden konnten, die Teilhabe an der Ausbildung erleichtert.
     

In der Anhörung werden Verbände und Interessenvertretungen beteiligt. Das Verfahren läuft bis zum 29. April 2026. Danach werden die Stellungnahmen ausgewertet. Die Neuregelung soll im Anschluss an das Inkrafttreten der Änderung des Lehrkräftebildungsgesetzes, die aktuell im Landtag beraten wird, zum 1. August 2026 in Kraft treten.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Beate Hinse | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de

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