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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Ministerin Stenke zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte

"Wir schaffen jetzt die Grundlagen für fundierte Entscheidungen"

Letzte Aktualisierung: 26.02.2026

KIEL. In der Landtagsdebatte über die Einführung einer Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein betonte Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke heute (26. Februar): "Es gibt keinen unmittelbaren Handlungsdruck. Ich begrüße aber die fachliche Auseinandersetzung." Auch ohne systematische Zeiterfassung werde im Rahmen des geltenden Rechts agiert. Zudem sei ihr bewusst, dass Lehrkräfte ihre eigenverantwortliche Zeiteinteilung bräuchten, sagte die Ministerin. Eine Arbeitszeiterfassung könnte der Flexibilität, die eine eigenverantwortliche Zeiteinteilung braucht, deutlich entgegenstehen. Um zu einer guten Entscheidungsgrundlage zu gelangen, werde die Thematik aktiv aufgegriffen: "Auch wenn eine bundesgesetzliche Klärung weiterhin aussteht, warten wir nicht ab – wir handeln. Wir gehen, wie bei anderen Themen auch, einen strukturierten und evidenzbasierten Weg."

Zur Klärung der Sachlage wurde bereits die Studie des Sächsischen Kultusministeriums über das Schuljahr 2024/2025 ausgewertet. Der Abschlussbericht, der seit Oktober 2025 vorliegt, bietet methodisch fundierte Orientierungsimpulse: Die Arbeitszeitregelung für Lehrkräfte sei im Durchschnitt auskömmlich, für Teilzeitkräfte jedoch nicht. Zudem seien Schulleitungen deutlich belastet. Ob diese Befunde direkt auf Schleswig-Holstein übertragbar sind, werde derzeit geprüft. Um Planungssicherheit zu erlangen, werde zudem eine eigene Organisationsuntersuchung zur Arbeitszeit der Lehrkräfte durchgeführt. Die konzeptionelle Vorbereitungsphase habe bereits begonnen. Für das Vorhaben seien Mittel im Landeshaushalt 2026 veranschlagt und für 2027 gesichert.

"Wir schaffen jetzt die notwendige Datengrundlage für tragfähige Entscheidungen", betonte Dr. Stenke. Der Austausch mit anderen Bundesländern, wie etwa Bremen, das im Sommer eine Testphase zur Zeiterfassung mit zehn Schulen startet, werde dabei genutzt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Außerdem beteilige sich Schleswig-Holstein seit zwei Jahren aktiv am bundesweiten Projekt "Freiräume(n)" der Telekom-Stiftung, das unter anderem ein Modell von Jahresarbeitszeit und Arbeitsorganisationen für innovative Schulentwicklungskonzepte in den Mittelpunkt stellt.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dörte de Graaf | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5807 | E-Mail:

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