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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Karin Prien

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Landesweite Stärkung der Begabten- und Begabungsförderung

Letzte Aktualisierung: 29.09.2023

 Mit einem landesweiten Ausbau der Begabten- und Begabungsförderung will Schleswig-Holstein dazu beitragen, dass überall im Land Potenziale erkannt und gefördert werden. „Begabung ist wie ein Schmetterling. Nicht immer sehen wir der Raupe an, ob aus ihr einmal ein wunderschöner Schmetterling wird. Manchmal sind es sogar die unscheinbarsten Raupen, die sich später in ein geflügeltes Kunstwerk verwandeln“, führte Bildungsministerin Karin Prien am heutigen Donnerstag (28. September) in Kiel aus.

Ministerin Prien machte deutlich, dass man sich nicht nur um diejenigen Schülerinnen und Schüler kümmern müsse, die die Mindeststandards nicht erreichen. Es müsse auch Ziel der Bildungspolitik sein, besonders begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu fördern und Exzellenz in der Schule zu stärken. „Potenziale für Spitzenleistungen bei allen Schülerinnen und Schülern zu erkennen ist nicht nur eine Frage von Bildungsgerechtigkeit, es ist auch im vitalen Interesse unserer Gesellschaft, die auf Forschung, Wissen und Innovationskraft angewiesen ist.“

„Es ist wichtig, dass wir junge Menschen nicht vorab kategorisieren: als leistungsstark, als leistungsschwach oder als hochbegabt“, so die Ministerin weiter. Deshalb habe Schleswig-Holstein von Anfang an bei der „Gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ (LemaS) mitgemacht, die 2016 von der KMK ins Leben gerufen wurde. Die Initiative ist insgesamt auf zehn Jahre angelegt und gliedert sich in eine Startphase und eine Transferphase (1. Phase von 2018 – 2023 und 2. Phase, die Transferphase, von 2023 bis 2027). In der 1. LemaS-Phase entwickelten und erprobten 300 Schulen bundesweit gemeinsam mit einem vom Bundesbildungsministerium finanzierten interdisziplinären Forschungsverbund bestehend aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von 15 Universitäten und weiteren wissenschaftlichen Partnern Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler.

Im Herbst 2023 beginnt die 2. Phase der Initiative, in welcher die entwickelten Maßnahmen an weitere Schulen übertragen werden sollen. „Dazu leisten die ersten LemaS-Schulen einen bedeutenden Beitrag, denn dank ihrer Erfahrung, ihrer Expertise und ihres Blicks aus der Schulpraxis soll es gelingen, weitere Schulen bestmöglich von den von ihnen gewonnenen Erkenntnissen profitieren zu lassen. Der Netzwerkgedanke spielt dabei für uns eine zentrale Rolle“, so Bildungsministerin Prien, die abermals ihr Bild vom Schmetterling aufgriff: „Ein vielversprechender Weg ist es, bei allen Kindern und Jugendlichen immer wieder hinzuschauen: Ist der Schmetterling schon geschlüpft, oder befinden er sich noch im Puppenstadium? Haben die Schülerinnen und Schüler Stärken und Begabungen, die sie vielleicht noch nicht zeigen können, die sich erst entfalten müssen?“

Gemeinsame thematische Schwerpunkte der Schulen in den regionalen Netzwerken werden neben dem Querschnittsthema Digitalität das selbstregulierte und wissenschaftlich forschende Lernen in allen Fächern, begabungsfördernde Unterrichtssettings im Fachunterricht und die individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sein. „Mit einer begabungsförderlichen Unterrichtskultur ermöglichen wir es allen Schülerinnen und Schülern, ihre Potenziale bestmöglich zu entwickeln und an Lernherausforderungen zu wachsen. Wir schaffen ein Umfeld, in dem sie ihre eigenen Stärken entdecken und erleben können. Und wir vermitteln eine positive Einstellung zu Leistung. Begabungsfördernder Unterricht ist stärkenorientierte Persönlichkeitsentwicklung“, so Prien weiter.

In einer großen Konferenz im Frühjahr 2024 soll nach dem heutigen Start über erste Ergebnisse der zweiten Phase berichtet werden. „Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Chance erhalten, ihre Stärken und Talente zu entwickeln – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrem sozialen Status“, so Ministerin Prien. Daher lege man auch Wert darauf, dass Begabungsförderung nicht als Abgrenzung einiger weniger verstanden werde, sondern als gezielte Förderung in deren Ergebnis mehr Schülerinnen und Schüler den Weg zu höchsten Leistungen erreichen.

LemaS-Schulen 1. Phase:

  1. Timm-Kröger-Schule NMS
  2. Grundschule Medelby
  3. Stadtschule Bad Oldesloe
  4. Grundschule St. Nicolai Sylt
  5. Elsa Brändström-Schule Elmshorn
  6. Klaus-Groth-Schule NMS
  7. Sachsenwaldschule Reinbek
  8. Anne-Frank-Schule Bargteheide
  9. Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp
  10. Leibniz Privatschule

LemaS-Schulen 2. Phase:

  1. Grundschule Dänischenhagen
  2. Grundschule Heidberg
  3. Rüm-Hart-Schule Wyk auf Föhr
  4. Grundschule Süderlügum
  5. Grundschule Louisenlund
  6. Gemeinschaftsschule Niebüll
  7. Caspar-Voght-Schule Rellingen
  8. Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Barsbüttel
  9. Peter-Ustinov-Schule Eckernförde
  10. Coppernicus-Gymnasium Norderstedt
  11. Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Quickborn
  12. Domschule Schleswig
  13. Emil-von-Behring-Gymnasium Großhansdorf
  14. Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll
  15. Goethe-Schule Flensburg
  16. Immanuel-Kant-Schule Neumünster
  17. Kaiser-Karl-Schule Itzehoe
  18. Gymnasium Kaltenkirchen
  19. Otto-Hahn-Gymnasium Geesthacht
  20. Schulzentrum Sylt
  21. Stormarnschule Ahrensburg
  22. Werner-Heisenberg-Gymnasium Heide
  23. Stiftung Louisenlund/Gymnasium

Verantwortlich für diesen Pressetext: David Ermes | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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